Eines meiner Lieblingsfrühlings- und Fontanegedichte:
Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
Die Bäume nicken sich’s zu.
Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.
Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.«
O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh’:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

Allerdings neige ich nicht zum Zögern und Bangen, mein Herz stürzt sich immer noch kopfüber in den Frühling. Wenn es heute warm und schön ist, wenn es heute nach Frühling riecht, wenn heute die Bienen und Hummeln fliegen, wenn heute der Milan über dem Haus kreist, wenn heute die Störche klappern, dann bin ich mit dabei.
Am 2. März kann man eigentlich nicht sagen, „endlich kommen doch“, es ist ja noch so früh, es fühlt sich aber so an. Endlich. So haben wir auch diesen Frühling noch gesehen.









