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Ich versuche, darüber zu schreiben, was in den letzten fast 4 Jahren mit meinen Beziehungen zu Menschen passiert ist. Warum ich nicht zum 35jährigen Abiturtreffen gehen werde. Warum ich fast nicht mehr arbeite. Warum ich mittlerweile ganz woanders wohne, statt in meinem eigenen Haus mit meinen Tieren, meinem Garten und meiner Familie. Warum mein Vater „Ach.“ sagt, wenn ich ankündige, dass ich zu Besuch komme. Warum ich auch den Verbliebenen nicht mehr vertraue. (Außer exakt einer Handvoll.) So leicht die Worte sonst bei mir fließen, so wenig geht es bei diesen Themen. Hinter dem Brustbein spüre ich, genau wie hinter den Augen, eine große Trauer. Vielleicht übe ich mich darin, langsam heranzugehen. Ich werde in der nächsten Zeit jeden Tag einen Satz dazu erinnern. Einen. Der Satz für heute, den 26. Januar 2024 lautet: „Die Maske tut doch keinem weh.“ Doch, tut sie. Wenn man keine Luft, dafür aber Panik bekommt, wenn sie dazu noch ausgewiesenermaßen nicht „schützt“, tut sie das. Und als Extra füge ich diesem Satz noch das hämische Gelächter einer „Schulfreundin“ hinzu, als sie hörte, dass ich ein Attest habe. Sie hat sich richtig einen abgelacht. Auf einer drängeligen Feier der Reichen und Schönen, bei der ich leider der Einladung gefolgt war. Ich habe mich dort gefühlt wie mit 14 oder 15, als ich barfuß, in kurzen Hosen und T-Shirt  in die Stadt gegangen war, auf staubigen Sommerstraßen, und mir zwei „Schulfreundinnen“, eine die Gastgeberin der Feier der Reichen und Schönen, entgegen kamen, beide in Bundfaltenhosen, Blusen und Trenchcoats. Fast 4 Jahre lang war ich nicht willkommen ohne Maske und Spritze, hieß ich „rechts“, nachdem ich bis dahin bei all diesen Leuten als linksgrünversifft verschrieen war. Nun rennen alle die, die treu und dumpf CDU Anhängsel waren, die niemals auf einer Friedensdemo waren, die „Pro Asyl“ verlacht haben (und mich, weil ich als Schülerin schon dort engagiert war), auf „Demos“ gegen „rechts“. Nun mag ich nicht mehr, z.B. zum Abitreffen. 

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