„Ich fühle mich bedroht.“ ist der brandaktuelle Satz des Tages. Der Sagende fühlte sich bereits in den 90ern bedroht, von Stürmen, die das Dachfenster umklappen könnten, vom Russen und von Friedensdemonstrationen. Nun ist die Bedrohung Corona (trotz vieler Spritzen), Pazifisten (weil die nicht wollen, dass „wir“ Krieg führen), Putin und Hamas (natürlich sei es unschön, dass täglich so viele Kinder ohne Betäubung amputiert werden müssten, aber…). Ich stelle fest, obwohl das Patriarchat uns wirklich alle täglich bedroht, habe ich keine Angst. Meine Angst habe ich in den 80ern abgearbeitet, als uns kalter Krieg, Tschernobyl, Kindermörder und (sobald man aus der für diese attraktiven Altersgruppe heraus war) Aids und BSE täglich zu den Mahlzeiten serviert wurden.
Abgesehen davon fuhr ich heute ziemlich erfolgreich mit der Bahn – natürlich blieben wir öfters mitten auf der Strecke stehen, einmal auf einer ziemlich hohen Brücke, ganz spannend – und wurde von einem meiner Söhne am Bahnhof abgeholt, das war schön. Die anderen Hausgenossen, meinen Hund, die Kater und meine Bäume und Sträucher zu begrüßen ist auch schön. Das Tochterkind ist leider nicht da, aber wir haben uns gehört und gelesen.
Ich habe ein bißchen an meinen Haaren herumgeschnippelt, mal gespannt, wie es aussieht, wenn sie trocken sind.
