Ein langer Spaziergang auf Wegen, die ich als Kind schon gegangen und vor allem geradelt bin. (Bald will ich endlich mein neues gebrauchtes Rad ausprobieren!) Am Anfang habe ich konkret nachgedacht, was durchaus gut war. Und dann habe ich eine ganze Weile gar nichts gedacht sondern war nur da und ging durch den Frühling, das war sehr gut. In der Gärtnerei am Wege habe ich noch Salbei, Oregano und Minze gekauft. Nachmittags gab es eine Kugel Eis in der Stadt.  Und ich habe alle drei Bände von Christine Brückners Quindts im offenen Bücherschrank gefunden, als ich was hinbrachte. Das freut mich, weil meine erste Ausgabe von einem Kater angepinkelt und meine zweite zum Teil von einem Hund angefressen wurde. Diese steht jetzt sicherheitshalber ganz oben im Regal. Allerdings macht die schwanzlose bezaubernde Katze, die heute auf einmal durch die Terrassentür spazierte, sich aber gleich hinausbegleiten ließ, um dann draußen ein bißchen zu schmusen, nicht den Eindruck als hätte sie etwas gegen Bücher.

Als ich ein Kind war, lag dieser Brunnen mitten in den Feldern und Gärten außerhalb der kleinen Stadt. Jetzt ist er umgeben von Häusern und vielen parkenden Autos. Aber noch immer erreicht man ihn, wenn man den kleinen Berg herunterkommt, noch immer sieht man, wenn man ein Stückchen weitergeht, weite Felder und im Westen die Vogesen, ein Anblick, bei dem mein Herz noch genauso hüpft wie vor 46 Jahren, als meine Beine erstmals lang genug für das Fahrrad meiner Großmutter waren und ich durch die Rheinebene radeln konnte.

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