Ich hatte lange Jahre einen Blog, der hieß „Mein inneres Sauerland“, ein Titel, der nicht auf meinem Mist gewachsen war sondern aus einem Satz einer Freundin resultierte. Aufgrund einiger Widrigkeiten im Internet habe ich ihn damals aufgegeben, besitze jedoch sämtliche Einträge noch in gedruckter Form. Wenn ich hineinlese, wundere ich mich manchmal, was für geniale und manchmal, was für naive Sachen ich geschrieben habe. Die Fotos waren oft besser als die jetzigen, weil ich mit diversen sehr guten Kameras wirklich auf Fotopirsch war. Vielleicht fange ich mal wieder damit an. Heute waren wir mal wieder nach der Arbeit am und über den Rhein, das Wasser hat geduftet, wir haben so viele blaue Libellen gesehen, der Natternkopf blüht blauer als alles andere, ein kleines Hausboot (très chic), das an „Drei Mann in einem Boot“ erinnerte, kam vom Rhein-Rhône-Kanal angeschippert, die Blätter der Pappeln sind hochsommersilbern, und ich dehne meine Seele aus von den Vogesen bis zum Schwarzwald und dann noch darüber hinaus vom Mittelmeer bis zur Nordsee.

Ich bin auf Muttererde,
auf Mutter Erde bin ich,
ich bin am rechten Ort.

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