Die Uralte.

Trancereise ins Ahninnenhaus. Ute hockt davor und trommelt, trommelt uns alle herbei. Drinnen sind die Vertrauten, dazu noch einige andere Frauen – eine schicken wir auf den Weg der Trommel in der Hoffnung, sie möge sie erreichen, dort, wohin sie sich verwirrt hat, eine, von der ich mich endgültig verabschiede, da hing noch ein alter Schmerz. Gerda ist da, das erste Mal im Ahninnenhaus. Sie beantwortet mir zwei wichtige Fragen und bleibt da, etwas abseits.

Und dann kommt die Uralte. Wir scharen uns um sie. Sie streckt die Hand aus und holt Gerda dazu, streckt wieder die Hand aus, holt meine Tochter zu uns. Dann spricht sie weiter zum Thema vom letzten Mal, dem Umgang damit, dass die Menschheit irgendwann „falsch abgebogen“ ist, über den evolutionären Fehlversuch. Sie lässt uns in ihre Gedanken eintauchen. Wir sehen eine Rose, eine große, rankende Pflanze. Viele Blüten. Jede von uns ist so eine Blüte. Die Rose wird beschnitten, radikal, fast bis zum Boden. Als die Blüten fallen, merken wir, dass wir auch der Teil der Rose sind, der austreibt, wir sind die Wurzeln, wir sind der Stamm und wir sind die neuen zarten Triebe, Knospen und Blüten. Ein Fehlversuch ist kein Drama. Er bringt uns nicht um das All-Eine.





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