November.

Ja, November, nun hast du dein Bilderbuchwetter (Regen, Kälte, Nebel, Schnupfen, Dunkelheit) vorgezeigt, nachdem es in den ersten Wochen so zart, golden und schön war, jetzt reicht es, wir wissen es wieder.

Gestern war Katharinentag und ich bin mal gedanklich in die Zeit der Sperrnächte eingestiegen. (Die Heilige Katharina ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie aus dem natürlichen Rückzug in die Winterruhe erst bei den Kelten die Wilbeth wurde, deren Symbol das Jahres-/das Lebensrad ist, das nun zum Stehen kommt, wenn die letzten Ernten eingefahren sind und dann die arme Katharina, die aufs Rad geflochten wurde. Das Symbol konnten sie nicht ganz entfernen aber sie konnten es verdrehen und pervertieren. Seit jeher ein beliebtes Prinzip bei Kirche und dem gesamten Patriarchat.)


In dieser Zeit des Einsinkens, in die das allzuviele, allzufrühe Weihnachtsblingbling nicht passt, vermisse ich einmal wieder meinen guten alten Freund und Kollegen K.B. – wie gerne hätte ich heute Vormittag einen Telefontermin mit ihm. Er war immer ganz pünktlich, noch beim Beginn des Gesprächs hörte ich den Westminsterschlag seiner Uhr im Hintergrund. Wir haben einander nie bewertet oder belehrt, er konnte Rat geben ohne damit um sich zu schlagen. Und was haben wir gelacht. Jede Supervision oder Therapie muss sich an unserer Haltung in diesen Gesprächen messen. Präsenz, Respekt, tiefe Menschlichkeit und kein Zweifel an der eigenen Souveränität.

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