Wusstet ihr,

dass zwar zur Wintersonnenwende der kürzeste Tag ist, der früheste Sonnenuntergang aber schon fast 10 Tage vorher und der späteste Sonnenaufgang erst eine gute Woche danach?

Hier war jetzt einige Tage Inversionswetterlage und wir steckten mit Fluß, Ebene und allem unter einem dicken Nebeldeckel, da war es eh die ganze Zeit dämmrig, jetzt ist es endlich wieder hell und gestern Abend war es wirklich schon zu merken, dass es einen Hauch später dunkel wird.

Einen Hauch. Um kurz nach Sechs ist es natürlich finster, schließlich ist Dezember.

Wenn ich um diese Jahreszeit abends in einer Stadt unterwegs bin, fällt mir oft der Winter 1982 ein, als ich so richtig die Stadtbücherei in S. entdeckte. Was war das für ein Trost und eine Zuflucht für die langen dunklen Nachmittage und Abende. Sie war (und ist übrigens noch) in einem der wenigen schönen alten Stadthäuser und ich erinnere mich genau an die schwere Türe, die Treppe dahinter und die beiden Stockwerke mit den Büchern. Es roch nicht unbedingt gut aber angenehm. Ein Paradies für Querleser wie mich. Ein Paradies, das sich heute in den offenen Bücherschränken fortsetzt.

Hinterlasse einen Kommentar