Bücher.

Ich habe beschlossen, mir jeden Monat ein, zwei neue Bücher zu gönnen. Neu in dem Sinne, dass ich ganz alte, zerfledderte Exemplare (und von denen habe ich erstaunlich viele, das ist mir jetzt erst richtig aufgefallen) durch gut erhaltene ersetze. Heute kam „Achtung, Vranek sieht ganz harmlos aus.“ an. Und es ist ein sonderbares Gefühl, dass jemand das Buch, das seit 1977 bei mir war, das ich zerlesen, zerliebt, zerrupft habe, das jedes Jahr mehrfach gelesen wurde, das mindestens achtmal mit mir umgezogen ist, bei sich stehen hatte, ohne es anzufassen – es ist die gleiche Taschenbuchausgabe von 1977 und sieht aus wie neu.

Wer mag, kann dem sich daraus natürlicherweise ergebenden Gedanken ein bißchen folgen, dass es mit den Menschen ist wie mit den Büchern: Manche sind unterwegs, erleben viel, folgen dem Leben und gehen das Risiko ein, zerpliesert zu werden, halten sich tapfer und die Seiten beieinander; andere stehen brav im Regal, lichtgeschützt, ohne Falten, Eselsohren und Randnotizen.

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