Ich komme an den Punkt, an dem das morgendliche Querlesen im Internet Überdruß und Langeweile hervorruft. Kitschige KI Bilder und -Geschichten, bösartige Kommentare (und dumme) zu jedem Thema, egal was, eine überall durchschimmernde Untertanenmentalität, die sich befriedigt fühlt, wenn sie nach unten treten kann, das zwanghafte Breittreten von allen vorstellbaren Banalitäten im vermeintlich öffentlichen Raum – man braucht für diesen Überdruß nicht einmal die Tagespolitik, das Weltgeschehen, die großen Lügen, die schlimmsten Strömungen – die Zerstörung findet auch von unten statt, im Mikrokosmos.
Und bei all dem nicht vergessen: Hinschauen, ja, davon zu sehr beeindrucken lassen, nein. Immer wieder den Fokus richten. Was ist wahr? Was ist wichtig? Was ist noch da? Was hat mich heute gefreut?
