Frühlingswochenende.

Da ja eine Reihe von Feiertagen ansteht, ist heute schon so etwas wie Wochenendbeginn. Ich feiere das Wetter mit meinem schönen Kleid aus der Schweiz (genäht von SASA, findet ihr bei facebook) und freue mich, dass ich am Frühstückstisch vor der Zeitung gewarnt werde, dort ist eine ganze Seite dem Pfarrer gewidmet. Es steht nämlich Ostern an.

Ich habe als Frühlingssymbole meine 3 wunderschönen Keramikeier aus Seelbach hingestellt und ans Wohnzimmerfenster das Riesenei in Grün, Gelb und Weiß. Allerdings bestimmt nicht wegen Ostern. Ich fasse mal zusammen:

Da wird ein Fest von der Kirche annektiert, das Fruchtbarkeit (Lebensweitergabe durch Mütter), Leben, Zyklen im Mittelpunkt stehen hat, wird aus dem Zyklischen herausgenommen in eine lineare Geschichte aus Leiden und Darben im Irdischen (während dabei die Erde untertan und kaputt gemacht wird), um in eine lineare Ewigkeit (im Himmel oder in der Hölle) einzumünden. Dann wird diesem Fest ein festes Datum zugewiesen (der erste Vollmond nach Frühlingsanfang) und dieses Datum dann nicht einmal eingehalten, da die Kirche sich immer noch nach den alten Berechnungen richtet, geleitet vom Aberglauben, dass Karfreitag auf keinen Fall Schwarzmond sein dürfe – deswegen gibt es einen gewissen Sicherheitsabstand zum ersten Frühlingsvollmond, der dieses Jahr zu einem viel zu späten Ostern führt. Details gibt es bei artedea hier auf WordPress im Artikel zum Osterparadoxon.

Kritiklos werden sich auch dieses Jahr wieder unglaublich viele Menschen das Urbi et Orbi „spenden“ lassen (Greta T. will den Papst mit in den Klimaschutz einbeziehen, allmählich lässt sie sich wirklich in den Einheitsbrei rühren) und dann Osterfeuer entzünden, auf denen mit nicht umgeschichteten Gartenabfällen direkt ein paar Vögel, Igel und sonstige kleine Tiere verbrennen. Das ist Tradition, und Tradition darf alles.

Aber es gibt zum Glück auch Gegenbewegungen, spiralige, zyklische Wege und Strömungen. Und es gibt die Erde, die, auch wenn Menschen noch so sehr an der Oberfläche kratzen, viel größer und lebendiger ist als die Hybris des Patriarchats sich vorstellen kann, und um sie, um uns herum, diesen ganzen fantastischen Kosmos.

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