Frühlingsanfang

Heute zum Frühlingsanfang gibt es hier den ersten Sommertag. Es ist fast heiß draußen. Überall zwitschern und summt es, der alte Apfelbaum atmet tief ein und überlegt, seine Knospen zu öffnen. Die Bussarde tummeln sich in der Luft über dem Hang, kreisen und rufen.

Ich habe heute einen Text von Ute Schiran gefunden, den ich noch nicht kannte. Darin sagt sie unter anderem:

„Wenn eine zum Beispiel eine ist, die sich selbst oder die von anderen als “depressiv” einstuft/eingestuft wird, gebührt ihr Respekt für die Körperweisheit, die sie in sich trägt. Die liegt vielleicht unter und in diesem Phänomen, das hierzulande Depression genannt wird. Respekt vor ihrem Weg statt sie davon kurieren zu wollen. Die dunklen Zonen, die nebeligen Landschaften, die Schluchten und Krater, die Landstriche des Schweigens, des Tauchens, dort wo kein Laut hinfindet, gehören mit zu den Welten. Statt daraus heraus zu wollen, statt eine mit allen Mitteln da heraus heilen zu wollen: Wie wäre es, diese Landschaften zu ergründen, ohne die es keine Höhen, keine Flussufer, keine fruchtbaren Felder, kein lebendiges Sprechen, kein Aufsteigen gibt?!“

Das finde ich, wie alles von Ute Schiran, sehr bedenkenswert.

2 Gedanken zu “Frühlingsanfang

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