Von wegen Steinzeit: 500.000 Jahre lang lebten die Menschen ohne Krieg, Hierarchien, Religionen, menschenartgerecht im Matrifokal, in Muttersippen, mit Female Choice.
Wenn ich so darauf herumreite, dass die Menschheit in der Steinzeit eben nicht keulen- oder messerschwingend herumlief, dass nicht irgendwelche primitiven Männchen Macht hatten und sich aufspielten, sondern ein friedliches Leben in Muttersippen stattfand, die Sippe gemeinsam die Kinder aufzog, also die blutsverwandte Sippe, dass biologische Vaterschaft völlig unwichtig war und Sexualität alleine von der Female Choice bestimmt war, geschieht das nicht, weil ich ein ein bißchen historisch klugscheißen will, sondern weil es einen grundlegenden Unterschied macht, ob wir Menschen uns zu dem Punkt, an dem wir jetzt sind, evolutionär „hochgearbeitet“ haben oder ob wir uns darüber im Klaren sind, dass es seit ca. 6.500 Jahren mit uns abwärts geht wie auf einer Kohlenrutsche. Es war die allermeiste Zeit der Menscheitsgeschichte viel besser (500.000 Jahre lang!) und das sollte in uns doch den Ehrgeiz und die Hoffnung erwecken, es wieder besser, bio-logischer, menschenartgerechter werden zu lassen.
Die Menschen sind in der Evolution nur durchgekommen, weil sie früher (also die erste halbe Million Jahre der Menschheitsgeschichte) soziale Wesen waren. Seit vor etwa 6.500 Jahren das Patriarchat entstand, ändert sich das und zur Zeit in erschreckender Geschwindigkeit.
Aber auch wenn wir uns natürlich nicht zurückbeamen können, können wir doch daran arbeiten, es von diesem Punkt aus noch einmal wieder besser werden zu lassen.

Das klingt schlüssig, wenn man sich die Gegenwart anschaut.
Wäre es doch so einfach, in unserer komplex gewordenen Welt.
Gruß Reiner
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