Ich steh an deiner Krippen hier…

Ich liebe die Musik und habe sie oft als Ohrwurm. Darum habe ich endlich mal den Text etwas angepasst:

Ich steh mit beiden Füßen hier,
o Erde, du mein Leben,
ich komme, bring und zeige dir,
was du mir hast gegeben.
Sieh her, es ist mein Blut, mein Leib,
mein Sinn, mein Geist,
ich bin ein Weib,
dir, Mutter, zu gefallen.

Da ich noch nicht geboren war,
war ich doch schon geborgen,
du hast mich dir zu eigen gar
eh ich dich kannt‘, erkoren.
Bevor mein Feuer sich entfacht,
da hast du schon an mich gedacht,
da träumt ich schon das Morgen.

Ich lag in tiefer Mutternacht,
Du warest meine Sonne.
Die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud‘ und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
Des Lebens in mir zugericht‘,
ich darf auch wieder sinken.

Ich sehe uns mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib’ ich beseligt stehen.
O daß mein Sinn ein Abgrund wär’
und meine Seel’ ein weites Meer,
daß ich dich möchte fassen.

Ich frage nach der Lust der Welt
und nach des Leibes Freuden;
du hast uns bei dir eingestellt,
uns gründlich satt zu weiden,
lässt unsrer Seele Herrlichkeit
durch Freude, Fülle, Raum und Zeit
so reich und sichtbar werden.

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Die Welt 
bedeutet vielerlei
und dreht so ihre Runden

Die Welt 
ist das All, das mich umgibt,
die Welt 
ist die Erde, die mich liebt,
die Welt 
ist der Wahnsinn ringsumher.
Die Welt
ist Getümmel und Verkehr
Die Welt
ist Stille und Geschrei.

Die Welt 
bedeutet vielerlei
und dreht so ihre Runden.

Nebel

Wir sind einmal schräg durch Deutschland gefahren und waren die ganze Zeit im Nebel. Von Sachsen-Anhalt habe ich außer dem sichtbaren Stück Straße um uns herum, nichts gesehen. Bevor wir dann gleichzeitig mit der frühen Dunkelheit auf der Landstraße in total dickem Nebel versanken, gab es bei Dresden ein paar Minuten blauen Abendhimmels, der hier im Osten schon gegen halb 5 stattfindet, an dem die untergehende Sonne und die halbe zunehmende Mondsichel in gleicher Höhe über dem Horizont standen, ein magischer Moment.

Ihr denkt nicht, dass ich die Weltlage kommentiere, oder?
Ich bin die, die mit ihrem Kaffee am Fenster sitzt und die Meisen, Spatzen und das Rotkehlchen an der Futterstelle beobachtet.

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Ich sage lediglich: Mit den Mitteln des Systems können die Probleme, die durch das System entstanden sind, nicht gelöst werden.

Guten Morgen, November.

Das Rotkehlchen sitzt
auf dem höchsten Zweig
und besingt sein Revier.

Ich blättere den Kalender um.

Ein Ausflug zu den Göttinnen: Cailleach übernimmt um diese Zeit den Stab, den Modron, die Sommergöttin, unter einen Holunderstrauch gelegt hat. Nun ist die Alte an der Reihe, durch die dunkle, ruhige Zeit hindurch zu regieren, bis sie im Februar den Stab an Brigid übergibt.

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Immer das Gleiche – ich häkle selig im Half Granny Square vor mich hin und merke, dass ich viel zu wenig Wolle habe. Also werde ich versuchen, mir eine passende zu besorgen, damit es diesmal ein wirklich großes Dreieckstuch gibt. Das Muster hat so etwas Beruhigendes. Dazu noch ein Miss Marple (BBC Verfilmung natürlich) und der dunkle Abend ist ganz gut auszuhalten.

Nebel

Nach strahlenden Oktobertagen (s. Bild von gestern) schaue ich heute bei der zweiten Tasse Kaffee noch in den Nebel. Vor dem Fenster hüpfen Blau- und Kohlmeisen durch die Büsche und sitzen auf dem Terassengeländer. Tannenmeisen gibts auch, aber heute habe ich noch keine gesehen. Außerdem Kleiber, Rotkehlchen, Grasmücken, Gimpel, Amseln, Eichelhäher… Wenn man nur ruhig sitzt, sind sie gar nicht ängstlich.

Oktober

Im Regen den Berg hochgestapft, die Leichtigkeit meiner Schritte und den nassen Wald genossen. Gesehen, wie die braunen Kühe auf eine andere Weide gebracht wurden. Jetzt bin ich wieder zurück, ziehe mir die nassen Socken aus und sehe, wie das vom Wetterbericht versprochene schöne Wetter aufzieht.

Träume

Ich träume gerne. Und viel. Alpträume sind selten geworden. Und wenn sie kommen, drehe ich sie direkt um. Manchmal weiß ich, dass ich träume, kann aber nicht aufwachen, das ist anstrengend und unangenehm. Und ab und zu ist es wie letzte Nacht – ein Traumfragment kommt immer und immer wieder, diesmal stand ich immer wieder in einem vollen, kleinen Laden und wollte ein Kümmelbrot kaufen. Allerdings war der Laden in Spanien und ich hatte keine Ahnung, was Kümmel auf Spanisch heißt. Habe es dann direkt nachgeschlagen, als ich aufgestanden war und bin nun für den nächsten Traum gewappnet. Oder für den nächsten Spanienbesuch. Falls jemand dann ein pan de alcaravea braucht.