
(Ich bin nicht in Peñalba, das Bild passt nur so schön.)

(Ich bin nicht in Peñalba, das Bild passt nur so schön.)
Noch ein sehr heißer Tag. Ich laufe durch die Stadt. Es riecht nach aufheizten Eisenbahnschwellen, denn ich gehe neben den Gleisen entlang. Auf meiner anderen Seite eine bunte Mauer mit unverzagten Pflanzen. Beifuß, Goldrute und reife Gräser.

Als ich heute Sonnenblumenkerne essend
(und mit den Hühnern teilend)
mit dem Kater auf der Schaukel saß,
wollte ich fast anfangen auszurechnen,
wie groß oder schwer die Säcke gewesen sein müssen,
die der starke Wanja mit auf den Ofen genommen hat.
Sonnenblumenkerne haben nämlich sehr, sehr, sehr viele Kalorien.
Er hätte am Tag ca. 250 Gramm essen müssen
und er hatte ungeschälte,
da müsste die Gewichtsdifferenz…
Auf jeden Fall kommen da Säcke heraus,
wie man sie sich vorstellt.
Und sie scheinen sich lange zu halten, die Kerne.
Sieben Jahre, sieben Säcke…
Und wo hat er überhaupt die Schalen gelassen?
Sicher der Tante Akulina zum Auffegen ins Zimmer geschmissen.
Aber sie bekommt ja einen goldenen Samowar, wenn er Zar ist.
(Ich mag die Geschichte — bis auf die Verdrehung der Gestalt der Baba Yaga. Das geht gar nicht.)

Mit den Katzen:
Lauschen wie der Regen prasselt,
Wind an Fensterläden rasselt,
Lauschen dem Gewitterkrach
und die Wiese wird zum Bach.
(Ja, ich weiß, die Verse von Abt Knittel sind anscheinend infektiös 😉 )

An der See entlangradeln bei diesen Temperaturen lässt Ausschau halten nach weißen Pferden, schwarzen Stieren und rosa Flamingos.
Es sind aber bunte Pferde, schwarz-weiße Kühe und Graugänse.
Denn ich bin in Horumersiel und nicht in Aigues Mortes.
Was für ein Sommer. Morgens im Haus herumgewirbelt, draußen etwas gegossen, Wäsche aufgehängt (und im Handumdrehen war sie trocken), eingekauft (Wasserkästen sind ja schwer!), was Feines, Leichtes gekocht und gegessen, im Hängemattenkokon gelegen, die Katzen an kühlen Plätzen gefunden, zwischen den Gartenduschgängen gelesen, abends bei kühlen 26°C (da nimmst du echt vorsichtshalber eine Jacke mit!) mit dem Stammtisch draußen gesessen.
Übrigens hatte ich damals geglaubt, es sei von einer Frau namens Evelyn Waugh geschrieben und einiges rückte sich zurecht als ich (zuerst bei Agatha Christie – wer weiß, wo?) herausfand, dass Evelyn auch ein Männername ist – so ähnlich wie in den Känguruh Chroniken, als das Känguruh konstatiert, sobald man die Bibel als Schurkenroman läse, gäbe alles auf einmal einen Sinn. Und dann (das habe ich heute erst beim Seriensuchen gefunden) soll der Autor es auch noch pro Katholizismus/Glauben geschrieben haben. Das ist ihm aber echt in die Hose gegangen!
Und: Mir ist noch eines dieser Bücher eingefallen, die sich einprägen ohne großartig detailliert erinnert zu werden (und ich werde es jetzt auch wieder lesen): Der Rote Wolf von Morris L. West.
