Mehretagiges Lesen mit Konsequenzen.

Ich lese ja nicht nur in den „Windspiele“n von Ute Schiran, ein Stockwerk höher habe ich „Am Küstensaum der Zeit“ von ihr liegen. (Draußen lese ich „Schatten über dem Mond“ von M.M. Kaye, eine der Autorinnen, mit deren Büchern, die ich vor langer Zeit schon mal gelesen habe, der öffentliche Bücherschrank mich gerne versorgt, im Bett Sherlock Holmes und zum See nehme ich heute was von A.M. Homes mit.) Aber zum Küstensaum. Nachdem ich mich ja wirklich wieder mit Herz und Hirn in die „Diskussionen“ mit den Phrasendreschern hineingestresst hatte, und in mir schon als Ohrwurm klingelte „Kann man wütend sein und weise, laut sein und im Lauten leise“ (eine Zeile von Konstantin, bei der ich eigentlich immer wünsche, eine KÖNNTE), schlug ich eine Stelle auf, die ich schon oft gesehen haben muss aber nie so wahrgenommen hatte. Da geht es darum, dass die Haltung, gegen etwas zu sein, anti irgendwas, immer bedeutet, dass eine dieses Irgendwas festhält und braucht, braucht „Wie der Narr den Hof“, gegen den er spottet. Das ist so unbestreitbar aus mehreren Blickwinkeln wahr. (Natürlich, Fokus richten, was du wegschiebst, schiebt zurück, … alles schon gehört und für richtig befunden. Und doch zetert etwas in mir, es könne doch nicht so sein, diese ganze wundervolle Energie so vieler guter, kluger Menschen, sämtliche Bewegungen gegen das „Böse“ sollen in Wirklichkeit nutzlose Abhängigkeit voneinander, vielleicht sogar Verstärkung sein?) Die alte Erinnerung in mir weiß, dass es wahr ist. Drauf achten. Auf mich achten. Auf die Erde achten.

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