Luisa Francia schreibt heute in ihrem Blog „Es ist doch so: die politiker reden jetzt alle über klimaschutz und naturschutz, aber jeder kleine dorfbürgermeister kann die natur fast beliebig zubetonieren, ohne dass jemand wie söder, der neue „grüne“, mit der wimper zuckt. Wer getreide für eine biogasanlage anbaut ist für mich gar kein bauer, den es zu schützen oder gar zu unterstützen gilt, der ist ein industrieller, ein nahrungsvernichter.“ Ja, so ist es leider wirklich. Auch die, die Tiere in diesen Folter-Mastanstalten halten, die diese tierquälerische Milchwirtschaft betreiben, sind nicht schützens- und subventionierenswert, sondern müssten im Gegenteil solange Strafe zahlen, bis sie komplett auf artgerechte Haltung umgestellt haben. Wer alle alten Bäume an den Fehnkanälen abholzen lässt, um das historische Bild wieder herzustellen, ist dumm, denn „historisch“ wurden an diesen Kanälen Boote gezogen, das macht heute kein Mensch mehr, da können teilweise nicht einmal mehr Paddelboote fahren. Da merken wir wieder, wie die Leute auf bestimmte Begriffe hereinfallen: „Bauer“ oder „Landwirt“ ist fast so heilig wie „Arzt“ (wie sagt der Riesenvater in der Ballade: „Denn wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot!“), „historisch“ oder „klassisch“ kommt gleich hinter „heilig“ und „Tradition“ oder „Brauchtum“ noch kurz davor.

Ich gehe jetzt in den Sommermorgen hinaus, mache den Hühnerstall sauber und gieße die Tomaten. Kontrapunkte.

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