Ich schaue „Lukas Lenz“ – Alte Freunde und April April, und mitten im Lachen (er war wirklich unwiderstehlich komisch) kommen mir die Tränen. Als ich das das letzte Mal geschaut habe, saß ich mit meiner Tochter vor gerade mal einem Jahr in Pau (Frankreich) in unserem für die 2 Wochen ihres Praktikums gemieteten Häuschen. Wir aßen Pizza, der Pelletofen wärmte, im Garten mitten in der Stadt leuchteten die Herbstblätter, wir genossen die Zeit mit Susan-Barbara, schlenderten durch die Markthallen, lernten viel, wie immer auf Reisen, und was immer uns Sorgen machte, die Sorge, dass uns Reisen und Treffen, Nähe, Umarmungen, Freiheit und Freizügigkeit, Kino, Essengehen und vieles mehr von einer demokratisch gewählten Regierung verboten werden könnte, wäre uns nicht eingefallen. 4 Monate später war all das geschehen und es wird immer ärger. Wenn wir das gewusst hätten, hätte ich versucht, dieses kleine Ferienhäuschen zu kaufen, in der Stadt, in einem großen Garten, von Mauern umgeben, gar nicht schlecht.

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Es ist unfassbar, dass es nicht mehr möglich sein soll, in Frankreich zu wandern, die Geier kreisen zu sehen, einen Café zu trinken, es ist unfassbar. Seit März sage ich das, und immer noch wird es schlimmer und schlimmer und schlimmer.

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