Und heute ist der erste Juli.

Egal zu welchen Themen die Menschen kommentieren, die „Sozialen Medien“ zeigen deutlich die erschreckende Verrohung, Empathielosigkeit und fehlende Schwingungsfähigkeit, die in den letzten Jahren, schon seit über einem halben Jahrzehnt nun, immer schneller vorangeht. Polemisch, engstirnig, abergläubisch und mit Tunnelblick werden Schuldzuweisungen und Beschimpfungen geplärrt. Täter-Opfer-Umkehr ist an der Tagesordnung, das System wird vor denen in Schutz genommen, die unter ihm leiden. 

Wir waren heute an der Nordsee, an einer Lieblingsstelle, wo nie so viele Menschen sind. Das Wasser war da, es war windig und nach dem hirn- und herzverstrudelnden Vollmond tat das sehr gut. 

Immer wieder: Rausgehen, Blickwinkel ändern, Gerdas Korbübung machen* und immer etwas haben, was uns freut.

Gefreut hat mich auch so sehr, alle meine Kinder zu treffen. Diese erwachsenen wunderbaren Menschen zu sehen, zu denen die wunderbaren Kinder herangewachsen sind.

* Gerdas Korbübung: Geistig an einen geschützten Ort gehen (bei mir nach Gerda halt der Felsendom) und dort einen geflochtenen Wäschekorb mit offenem Deckel sehen. In den Korb alles hineinstecken, was einen beschwert, ängstigt, ärgert, traurig macht, was man bereut und bedauert, egal ob groß oder klein, ob vermeintlich wichtig oder unwichtig. Den Deckel schließen und den Korb beiseite schieben. Sich fragen: „Und was hat mich heute gefreut?“ Mit diesem Gedanken in den Schlaf gehen. Das ist die tägliche Übung der Seelenreinigung, die ich nur empfehlen kann und die ich in den letzten Tagen, als es so furchtbar heiß war, einfach vergessen habe, leider. Nun denke ich wieder dran.

Hinterlasse einen Kommentar