Einwintern.

Wir nisten uns ein. Bauen uns ein Herbst- und Winternest. Blick auf Eichen und Wiesen, nachts die Sterne unverstellt, Gänse ziehen in Keilformation von links nach rechts und umgekehrt. Bücher. Ein Holzofen. Kaffee in einem der gesammelten Becher.

Was mich gerade beschäftigt, ist das Feld „Arbeit/Beruf/Job“. Zwischen „brotloser Kunst“ und „das ist ja nur ein Brotberuf“ ist viel Platz. Ursprünglich war Leben untrennbar verbunden mit sinnvoller Tätigkeit. Unsere menschlichen Ahnen, bevor wir in der Evolution falsch abgebogen sind, kannten keine Tretmühle, kein Warten auf den Feierabend, das Wochenende, den Urlaub, die Rente. Sie taten gemeinsam das, was not-wendig war, was dem Überleben der Sippe diente. Wer einmal erlebt hat, wie befriedigend und natürlich es sich anfühlt, gemeinsam das zu tun, was nun gerade dran ist (Sammeln, Ernten, Spielen, Musik machen, manches auch gleichzeitig, Versorgen, Behüten, usw.), erkennt, wie abgeschnitten von unserem Ursprung wir auch und gerade in der Arbeitswelt sind.

Übrigens: Zu vielen Themen gibt es hier im Blog keine Ausführungen mehr, weil ich die Gedanken keinen Fehlinterpretationen aussetzen möchte, das tut ihnen nicht gut. Prentice Mulford hat das sehr schön und klar beschrieben. Wichtige Dinge sollten nur mit Wohlgesonnenen besprochen werden. Menschen, die aus einem Fitzelchen Information eine absurde Geschichte ausbrüten, die aus einem Satz, der irgendwann in der Vergangenheit gesagt wurde, den man sich vielleicht in einem Smalltalk, weil man höflich sein wollte, abgerungen hat, Urteile über den Charakter eines anderen Menschen aufbauen und sich zu Beton verfestigen lassen, Leute, die alles weitererzählen, schaden Plänen und Gedanken.

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