
Die Tomaten werden reif, das Laub ist hochsommergrün. Das Internet macht weniger und weniger Spaß, dafür schauen das Tochterkind und ich abends seit ein paar Tagen die Serie „Die Nanny“ und lachen viel.

Die Tomaten werden reif, das Laub ist hochsommergrün. Das Internet macht weniger und weniger Spaß, dafür schauen das Tochterkind und ich abends seit ein paar Tagen die Serie „Die Nanny“ und lachen viel.

Und bald ziehen die Hühner ein. Zur Weltlage? Da mag ich mal einen Mann zitieren, Biermann nämlich, mit einem meiner Lieblingslieder:
„Du, laß dich nicht verbrauchen,
gebrauche deine Zeit.
Du kannst nicht untertauchen,
du brauchst uns und wir brauchen
grad deine Heiterkeit.
Wir wolln es nicht verschweigen
in dieser Schweigezeit.
Das Grün bricht aus den Zweigen,
wir wolln das allen zeigen,
dann wissen sie Bescheid“
Nach vielen Jahren habe ich mich aus einem Eltern-Kind-Forum verabschiedet. Auch da geifert die rechte Mitläuferwelt vor sich hin, ich mag das nicht mehr überall lesen. Davon, dass ich mich an all diesen „Fronten“ streite, werde ich auch nicht klüger. Lieber von den Bäumen lernen, mit den Füßen an der Rinde lauschen. 
„Gonna take a sentimental journey
Gonna set my heart at ease
Gonna make a sentimental journey
To renew old memories..“


















Und leicht neben der Kappe. Erkältet, unausgeschlafen (mehrere sehr hungrige Mücken im Schlafzimmer, eine Katze, die neben mir einen Haarballen auswürgte und ein seltsamer Traum), dann Tohuwabohu mit behördlichen Auswüchsen, die jede Willkommenskultur gegen den Strich bürsten. Freude: Wir wissen nun, welche Hühner es werden, und der Stall hat schon sein Dach und eine Terrasse. Auf den Wieken blühen die Seerosen wie verrückt und erinnern mich an Ostpreußen. Nur da saß auf jedem zweiten Blatt ein Frosch.

Zum Lesen, Laufen, Träumen, Meditieren, Spielen, Schwimmen, Fotografieren.
Habt es schön.

Diese langen, hellen Abende sind wunderschön, der frühe Sonnenaufgang auch. Dies ist immer die Zeit, in der ich mir gar nicht vorstellen kann, dass ich es im Winter nicht schlimm finde, wenn es so früh dunkel wird, dabei weiß ich, dass das dann wieder seinen eigenen Reiz hat. Der überraschend immer wieder einsetzende Regen sorgt für eine wunderbare Gierschvermehrung, die überraschenden Sonnenstunden nutze ich zum Gierschpflücken. Essen mag ich ihn nicht, das wirklich leckere Gierschrezept habe ich noch nicht gefunden. Unser Topinambur hat sich auch wundersam vermehrt, wahrscheinlich essen wir ab Oktober dauernd Topinambur, wie gut, dass ich den so gerne esse. Trotzdem musste ich einige rausziehen, sonst wachsen nämlich die anderen Gemüse in dem Beet nicht. Zwischenrein schaue ich gemächlich die Pfarrer Braun Reihe, höre Frau Jenny Treibel immer wieder und entdecke immer Neues, lese Franziska zu Reventlow und Donna Leon, im Genußstapel für die nächsten freien Tage liegen schon 2 Bücher von Luisa Francia auf dem Stapel.

Nach dem ganzen Gerenne gestern war der Regen gar nicht schlecht. Zeit für friedliche Innenraumbeschäftigungen, wie Astrid Lindgren so schön schreibt.
