Aloha.

Ich zitiere ja gerne den von mir sehr geschätzten Serge King. Auch auf facebook lese ich seine Beiträge, er teilt dort oft sehr schöne Fotos und kluge Gedanken. Heute Morgen weiß ich allerdings nicht, ob es ernstgemeint war oder ein Trick, um seine männlichen Fans zu entlarven. (Ich fürchte, es ist ernstgemeint.)

Verziert mit dem Bild eines Klos mit hochgeklappter Brille schreibt er: „I had the strangest thought this morning. I was wondering when women would put the lid up for the man who was coming in next (Gloria says „Never!“)“ und die Antworten zeigen ganz klar, dass es viele, viele Männer gibt, die das als Ehrung und Respekt ansehen, und viele Frauen, die meinen, das wird auch so sein, wenn endlich überall Liebe und Erleuchtung herrschen. Das Argument, dass der komplette Deckel geschlossen sein sollte, kam ein paarmal wegen Feng Shui und einmal (von mir) wegen der Gefahr für Katzen, die dann von alleine nicht mehr rauskommen, wenn sie ins Klo fallen, das Argument, dass es total unappetitlich ist, zweimal, davon einmal von mir. Ansonsten wimmelt es von Deckel- und Brillenhochklappern und -Klapperinnen, eine macht sogar abends alles hoch, damit ihr Mann diese schwere Arbeit nicht verrichten muss, wenn er nachts rausmuss.

Aloha.

Wo?

Ich wüsste so gerne, wo die Hornissen nisten, die uns umsummen und die hier Holz holen. Sie raspeln lautstark Fasern von einem maroden Rankgitter, wirklich gut zu hören, und fliegen – wohin? Sie sind nicht in den Nistkästen und nicht unterm Dach. Vielleicht irgendwo oben in einem Baum?

Siesta

Nach Arbeit und Schwimmen im See Siesta machen, den Gedanken an die ungeputzten Fenster wegschieben und dem Wespengesumm zuhören. Dieses Jahr gibt es viele Wespen, sie trauen sich sogar, zwischen unseren vielen Hornissen herumzuschwirren.

2015-07-31 12.17.47

Gemüse

Kohl, Tomaten, Paprika, Bohnen, Topinambur, Sonnenblumen, alles wächst und gedeiht. Ich habe Spaß an unseren Experimenten und entwickle gleichzeitig einen großen Respekt vor dem Nutzgärtnern. Wenn wir uns nur mit einigen Dingen komplett selbst versorgen wollten, mit Vorratshaltung über den Winter, wieviel Platz, Arbeit und Zeit bräuchten wir da! Mal sehen, was wir im nächsten Jahr verstärkt anpflanzen werden.

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Oma

Ich war ein Kind mit einer „Oma“ und einer „anderen Oma“. Manchmal habe ich die kleinen Sauerländer um mich herum beneidet. Die hatten eine „Omma Sundern“ und eine „Omma Werl“. Manchmal habe ich sie auch nicht beneidet, weil die „Omma“ so streng oder schon tot war. Meine Oma wohnte bei uns, sie starb, als ich 6 war, die Erinnerungen an sie sind spärlich und zärtlich. Mit ihr machte ich Mittagsschlaf, sie brachte mir bei, wie man einen Vogel mit einem Strich zeichnet, von ihr stammen meine wenigen alten Möbel (und mein Stopfei!), wegen ihr und ihrer Zuckerkrankheit (so hieß das in den 70ern noch), kochte meine Mutter köstliche Gerichte, die sogar mir nichtessendem Kind schmeckten. Baden ist ihr Klang.Das Land linksrheinisch zwischen Schwarzwald und Vogesen.

Meine andere Oma war aus Ostpreußen. Sie war ein Schrecken für ihre Schwiegertochter und ein Abenteuer für mich. Eine fesche, dralle Person, die mit mir Fußball spielte, die mir Lieder von Zieten und dem alten Fritz vorsang, bei der ich aus dem Fenster klettern und auf dem viel zu großen Fahrrad fahren durfte, ohne dass sie sich erschreckte, eine Frau, die ich in so viel Tapferkeit habe alt werden sehen, eine Frau, die saure Leber, Kartoffelpuffer und Hühnersuppe so gut kochte wie sonst niemand mehr, eine Frau, die 4 Söhne großgezogen hat, einer starb früh, zwei blieben kinderlos, einer, der älteste, wurde (für damals) spät Vater, und ich, das einzige Enkelkind, brachte ihr 3 Urenkel… Sie war so stolz auf uns. Auf meinen Vater (der Schwiegertochterkonflikt war durch den Tod meiner Mutter beigelegt, eigentlich schon viel früher, sie waren beide kluge Frauen), auf mich und auf die drei Kinder.

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Ja, der Schwarzwaldurlaub naht. Ich öffne mich.

Mangels Foto

nur Kurztext 🙂

Ich hatte so viel Wäsche zu falten und Betten zu beziehen, da habe ich zur Unterhaltung Fred Ape gehört und als ich fertig war, bin ich aufs Flachdach spaziert und habe mich (oh, schaffst du das noch, das ist ganz schön hoch…? ja, klar) auf den Kamin geschwungen und dort gesessen und „Da sitzt er und schwitzt er, mit Schaum vor dem Mund, der hässliche Deutsche sieht aus wie sein Hund“ gehört und „Denn zum Glück sind wir alle verrückt“. Das ist eine ganz alte CD, den Fred habe ich ein paarmal um 1990 herum in Sundern im Jugendzentrum singen hören, er ist der Ape aus „Ape, Beck und Brinkmann“, und ich kann alle Texte noch auswendig.