1. Reisetag

Ich sitze im IC von Papenburg nach Köln. Habe noch eine Karte aus dem Tarot der Medizinfrau gezogen: Die Sucherin. Wenn ich weiter nach Süden fahre, ist Köln immer so die erste Etappe und kommt mir gar nicht weit vor. Wenn es das Ziel ist, ist es anders. Jetzt hält der Zug gerade in Lingen und ich sehe das Hotel, in dem ich vor den Maßnahmen mal mit Gabriele gewohnt habe.

Begleitbücher

Sie sind alt, zerlesen, verknickt, in ihnen steckt Sand aus verschiedenen Ländern (besonders der Sand aus der Camargue in der Sherlock Holmes Gesamtausgabe und der Sand aus Galicien im Krishnamurti), sie haben Flecken (Marmelade, Kaffee, Blut, Erde, Gras), sind gewellt, weil ich sie nachts oder im Regen draußen vergessen hatte oder sie mir kurz in die Badewanne gefallen sind. Und manche, wie der Klingsor, sind auch noch vollgeschrieben.

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Manchmal findet eine Zeile den Weg in den Tag und summt herum. Heute ist es eine von Hilde Domin –
„dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten“.

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Ostpreußen

Wut und Zärtlichkeit

Da gibt es ein schönes Lied vom Konstantin, allerdings gibt es auch den heutigen Tag in meinem Leben. Meine Fr…. Die gaußsche Normalverteilung macht wirklich vor nichts halt.

Um bei meinem Leisten zu bleiben: Was hat mich heute gefreut? Schlehenblüte, der erste C-Falter, an der Luft getrocknete Bettwäsche, ein Telefonat, ein intensiver Blick auch wenn es über eine Maske hinweg war, Wasser, Tiamat, der Dackel, der mich beim Hula Hoop Neubeginn angebellt hat, Sand unter den Füßen, mein bequemes Bett, in dem ich auch meine schlaflosen Nächte angenehm verbringe, die Erkenntnis, dass gemeinsames Müdesein auch schön wäre und nun vor dem Licht Ausknipsen noch der Gedanke, dass „Mut und Zärtlichkeit“ ein viel effektiverer Titel ist.

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Glaubt nicht, dass die große Kraft der Wasser durch so ein bißchen Bojen- Sand und Stromleitungszeug gebannt sei. (Ich weiß, glaubt ihr, stimmt aber nicht. Und wenn sie ausbricht, werdet ihr euch wundern. Ihr macht mich gähnen.)