Mein Co-Therapeut und ich haben heute gut gearbeitet. 

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Ansonsten ist

Vorfrühling

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Er hat sich gewiegt,
Wo Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.

Er schüttelte nieder
Akazienblüten
Und kühlte die Glieder,
Die atmend glühten.

Lippen im Lachen
Hat er berührt,
Die weichen und wachen
Fluren durchspürt.

Er glitt durch die Flöte
Als schluchzender Schrei,
An dämmernder Röte
Flog er vorbei.

Er flog mit Schweigen
Durch flüsternde Zimmer
Und löschte im Neigen
Der Ampel Schimmer.

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Durch die glatten
Kahlen Alleen
Treibt sein Wehn
Blasse Schatten.

Und den Duft,
Den er gebracht,
Von wo er gekommen
Seit gestern Nacht.

Hugo von Hofmannsthal

Es tut so gut,

nicht mehr alle dort abholen zu wollen, wo sie stehen, alle, die sich eh nicht drum scheren, wo ich stehe. Es tut so gut, ohne diese Gedanken einfach mit mir dort loszugehen, wo ich stehe. Und es sind auch immer andere dort, die mitgehen. Ich mag ja immer noch die HUNA Prinzipien. Das fünfte heißt: Love is to be happy with…

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Ein Tag mit blauem Himmel,
ein Tag, der dazu verleitet, ohne Jacke aus dem Haus zu gehen –
bis der Eiswind die Haare zaust.
Vorfrühling
leuchtet in den Bäumen und über die Felder,
Knospen schwellen,
überall sprießen Kräuter.

(Nicht vergessen: Abends die Korbübung machen. Alle Sorgen, Nöte und Ängste in den gedachten Korb stecken, ich mache das im „Felsendom“ aus Gerda Bareuthers Meditationen, den Korb schließen und wegschieben und sich fragen, „Und was hat mich heute gefreut?“.)

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Ich höre Musik wie eine Dürstende. Bilder aus der Vergangenheit tauchen auf, erstaunlich komplex, eine einzige Zeile reicht für einen ganzen Text. Es wird wohl eine Sammlung geben. Ich singe wie eine Ausgießende. Bilder für die Zukunft tauchen auf. Bilder, die lange nicht möglich waren. Ich sehe Mondin und Sterne, höre die Gänse und Krähen, die Meisen und Amseln, begegne den Kormoranen und webe meine Gegenwart.

„Das Morgenrot, es streut schon seine Rosen, in den Straßen stehen Leute, und die singen schon. Und es werden immer mehr. Die brauchen neue Lieder, neu geschriebene Blätter. Also los, kommt runter vom Balkon.“

(Natürlich Franz-Josef Degenhardt.)

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Kaffee und Wolldecke
Knospen überall
Regenspaziergang mit Dackel
neues Buch, „Heilung Nebensache“ von Gerd Reuther: Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin von Hippokrates bis Corona, sehr sehr spannend

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Ich fahre aus der Stadt zurück,
in der ich mir ein Frühlingshemd gekauft habe,
im Wind stand
und natürlich keinen Kaffee trinken und dabei schreiben konnte,
zwischen den Vorfrühlingsfeldern unter dem grauen milden Himmel
fahre ich
und sehe eine Schar Krähen in einer riesigen Pfütze baden,
dass das Wasser nur so spritzt.
Mein Herz hüpft.

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Ein heller Tag.

Leider nur ein Zwischenspiel, leuchtete dieser Tag aus dem trüben Grau der letzten Zeit heraus und lenkte die Aufmerksamkeit auf die unzähligen Knospen an Blutpflaume, Kletterhortensie, Hasel und Birke. Die Eiche steht noch da in ihrem schönen braunen Blätterkleid, zeigt aber auch den Vorfrühlingsschimmer am Stamm. Nun pustet die Windfrau wieder Wolken in den Nachmittag, ich habe ein Feuer im Ofen gemacht und nehme das schmale Bändchen von Hermann Hesse zur Hand, in dem es um den Frühling geht, in Gedichten, Texten und Bildern, hier ein schönes aus dem Tessin:

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