Kalt ist es wieder geworden! Sogar mit Schneeflocken, die im Wind heruntertrudeln. Da freut mich doch ein traumhaftes Geschenk, das ich finde, als ich nach Hause komme, besonders: Extra für mich gemacht, der schönste Quilt der Welt:

Kalt ist es wieder geworden! Sogar mit Schneeflocken, die im Wind heruntertrudeln. Da freut mich doch ein traumhaftes Geschenk, das ich finde, als ich nach Hause komme, besonders: Extra für mich gemacht, der schönste Quilt der Welt:

In einem nüchternen Gebäude auf einmal auf diesen kleinen dicken Kerl zu stoßen, erhellt den Tag (nicht dass dieser wundervoll frostwintersonnige Tag das nötig gehabt hätte). Seit der Begegnung pfeife, singe und summe ich sämtliche Ritter Rost Lieder, die uns auf den Wohnmobilreisen mit den Kindern begleitet haben.
http://www.wdrmaus.de/filme/lieder/ritter_rost_als_ich_ein_kleiner_drache_war.php5

die, die im Gras steht und strahlt, weil sie auf einmal all die Kormorane in den Bäumen entdeckt hat. Ich liebe Kormorane. Sie zeigen sich oft, wenn ich verzagen könnte. Mit ihrer Fähigkeit, sich in allen Elementen zu bewegen, sind sie wunderbare Tierboten und erinnern mich daran, mich zwischen den Realitäten zu bewegen – wir sprachen heute Mittag noch darüber, zwischen Tisch und Tür, die Kaffeebecher in der Hand, hüpften wir wie die Wasserläufer von „Welt am Draht“ zu Huna, in die Quantenphysik und in Mikro- und Makrokosmos, ins Uni- und ins Multiversum.

Mit meinem Vater Vögel zu beobachten, macht wirklich Spaß. Jemanden dabeizuhaben, der mindestens so gut weiß wie ich, was da alles unterwegs ist, der meine Freude über die vielen, vielen Kiebitze teilt, ist so schön.

Sie sind genauso hartnäckig wie Lieder, halten sich jahrzehntelang und kommen auf einmal an, wie eben dieses:

Müde die Augen zum Himmel heben und mich reflexartig freuen, mich verbunden fühlen und lebendig. Mondmagie.


sind ganz schön groß und wichtig.
Auch hier beim Gimpel finden wir übrigens die Farben der GottMutter / Göttin, schwarz, weiß und rot. Und an seinem Beinamen „Dompfaff“ sehen wir direkt, dass die Kirche sich für die Priestergewänder (lange Kleider!) die Farben geklaut hat. So wurde den Menschen Altvertrautes mit anderem Inhalt untergejubelt. Zuvor wurde ja schon mit der Trennung in Götter und Göttinnen die ursprüngliche Religion von GottMutter vom Patriarchat verdreht, verletzt, verdrängt. Aber auch da hielten sich z.B. die Farben in den vielfältigen Aspekten, in die die Göttinnen nun zerfielen, da lässt sich noch vieles wiederfinden, zum Beispiel bei den 3 Pferden der Baba Yaga, dem schwarzen, dem weißen und dem roten. Es gibt viele Göttinnen, die ich sehr mag, schätze und zu denen ich einen guten Zugang habe. Es gibt viele Ansätze, um zum Ursprung zurückzugehen, zu begreifen. Ich kann nicht alles komplett streichen, was vom Patriarchat betroffen ist – dann müsste ich mich alleine auf einen weißen Fleck der Weltkarte setzen und wäre dann in der zweifelhaften Situation der in Zen-Geschichten so oft Erwähnung findenden alten weisen Männer, die irgendwo auf einem Berg sitzen und den Ratsuchenden kryptische Antworten geben, die ein Leben betreffen, dass sie weder führen noch wirklich kennen, alleine auf der Bergspitze lässt es sich leichter erleuchtet sein als im Mittendrin. Ich kann aber (das ist wieder ein hunanaher Ansatz) alles als Symbol, als Denkanstoß, als Erklärungsansatz, als loses Fadenende, an dem ich zuppeln kann, um das Knäuel zu entwirren, nehmen. Auch den kleinen Vogel, der göttinnenfarben im Vorgarten sitzt.

Abends im Garten Mond anstaunen können, die ganze Nacht im Licht geschlafen und am Morgen mit Mondbegleitung zur Arbeit gefahren.