Februar

Eigentlich beginnt das Jahr – im Februar.

Verheißungswind, Hortensienknospen, blasses Schilf, Vorfrühlingshimmelblau verführen eine dazu, sich zu verlieren, zu verstreuen, zu verwehen, sich wiederzufinden, zu sammeln, neu zu formen, zu erneuen und sich erneut zu ermächtigen.

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Und ich sag noch

„Nicht morgens direkt in die Zeitung schauen.“ Und was mach ich heute? Ins Käseblatt reinlesen. Jetzt brauche ich eine zweite und dritte Tasse Kaffee, um mich wieder zurecht zu rücken.

(Hier standen erst drei Meldungen, die mich wirklich geärgert und betrübt haben, ich habe es wieder gelöscht, das will ich definitiv nicht nochmal verstärken.)

Jetzt rufe ich Frau Rumpentrumpen und ihre Schwestern, mache den Hühnern die Tür in den Auslauf auf (es regnet nicht mehr) und hänge Meisenringe in den Vorgarten.

 

 

 

 

Häkelnostalgie

Beim Häkeln habe ich eben den Fernseher angemacht (das ist bei mir ziemlich selten) und einmal durchgezappt. Auf KiKa bin ich bei „Pettersson und Findus“ hängengeblieben und habe eine Folge geschaut. Die Figuren sind so liebevoll gezeichnet, ich mochte schon immer die Hühner so gern. (Eine unserer Hennen heißt auch Prillan.) Es ist noch gar nicht lange her, als das für meine Kinder das Tollste war (die Bücher). Jetzt bin ich wahrhaftig ein bißchen melancholisch.

 

Konzentrationskritzeln

Ich mag das. Es hat weder Kunst- noch Hobbyqualität, und ich finde es ungeheuer entspannend und es unterstützt mich beim absolut konzentrierten Zuhören. Ich bin froh, dass ich nicht konzentriert aussehen muss, denn natürlich wirkt es nicht so (es sei denn, jemand glaubt mir, dass ich das mache, um ihm besser zuhören zu können). Heute Abend habe ich mir einige Seiten im Blankonotizbuch, einen spitzen Bleistift und Herr der Ringe Band 2 als Hörbuch gegönnt. Wunderbar.

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Ich kritzele, zeichne oder male lieber als dass ich ein „doodle“ mache, das heißt nämlich nicht nur „Männchen malen“, sondern auch „Schniedel“.

so ein Wind ist:

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Nur die Birken sind natürlich noch nicht grün. Grün sind im Moment nur die Triebe der Frühblüher, die überall aus der Erde lugen. Und kalt ist der Wind, jetzt wo die Erkältung (ja gut, vielleicht war es auch eine Grippe) sich verzieht, erfrischend, jetzt wo die Sonne dazu scheint, vorfrühlingshaft.

 

Winterwind

Ja, es IST noch Winter, ich weiß. Der Wind ist eisig wie in einem russischen Märchen, er scheint durch die geschlossenen Fenster zu blasen. Und ich huste, was das Zeug hält, 3/5 der Familie liegen flach. Schlafen ist am besten bei diesen Infekten – nur das Einschlafen ist schwierig mit Gehuste und Geschniefe, ich habe mir als Unterstützung „Der Hobbit“ als Hörbuch gegönnt und nun auch noch den ersten Band vom Herrn der Ringe. Jane liegt auf meinem Kissen und hört mit. Sie mag nicht alle Bücher. Am liebsten hört sie Fontane, beim talentierten Mr. Ripley kam sie gar nicht aufs Kissen.

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Kissenkatzenyoga