Hier.

Und jetzt.

Vom Hühnergackern aufgewacht und in den Garten gelockt worden. Überall wächst es. Winzigste Schafgarbenblättchen recken sich aus dem Boden, Gänseblümchen kommen scharenweise ans Licht. Knospen und noch mehr Knospen. Ein Specht hämmert übers Feld hinweg, Blau-, Schwanz- und Kohlmeisen huschen, Fliegen fliegen, Hummeln summen, ich atme, dehne mich und hole ein Ei aus dem Hühnerstall – es gibt Buchweizenpfannkuchen.

Februar

Eigentlich beginnt das Jahr – im Februar.

Verheißungswind, Hortensienknospen, blasses Schilf, Vorfrühlingshimmelblau verführen eine dazu, sich zu verlieren, zu verstreuen, zu verwehen, sich wiederzufinden, zu sammeln, neu zu formen, zu erneuen und sich erneut zu ermächtigen.

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Und ich sag noch

„Nicht morgens direkt in die Zeitung schauen.“ Und was mach ich heute? Ins Käseblatt reinlesen. Jetzt brauche ich eine zweite und dritte Tasse Kaffee, um mich wieder zurecht zu rücken.

(Hier standen erst drei Meldungen, die mich wirklich geärgert und betrübt haben, ich habe es wieder gelöscht, das will ich definitiv nicht nochmal verstärken.)

Jetzt rufe ich Frau Rumpentrumpen und ihre Schwestern, mache den Hühnern die Tür in den Auslauf auf (es regnet nicht mehr) und hänge Meisenringe in den Vorgarten.

 

 

 

 

Häkelnostalgie

Beim Häkeln habe ich eben den Fernseher angemacht (das ist bei mir ziemlich selten) und einmal durchgezappt. Auf KiKa bin ich bei „Pettersson und Findus“ hängengeblieben und habe eine Folge geschaut. Die Figuren sind so liebevoll gezeichnet, ich mochte schon immer die Hühner so gern. (Eine unserer Hennen heißt auch Prillan.) Es ist noch gar nicht lange her, als das für meine Kinder das Tollste war (die Bücher). Jetzt bin ich wahrhaftig ein bißchen melancholisch.