machen die sanften Wattenmeerwellen an einem windstillen sonnigen Wintertag. Das war eine gute Auszeit. Oder Einzeit? Meinzeit auf jeden Fall.





machen die sanften Wattenmeerwellen an einem windstillen sonnigen Wintertag. Das war eine gute Auszeit. Oder Einzeit? Meinzeit auf jeden Fall.





Ein heller Krähenwind, fast Sturm,
zaust mir das Haar
und weht mich zwischen zwei Eichen,
die am Rand der leeren Felder stehen.

sagte Melcher. Und wahrhaftig, das war er. Die Fröhlichkeit am Tisch nahm zu.(…)
Melcher hörte die Stimmen seiner Kinder, und deshalb war er voller Dank. Er hatte sie alle um sich, keines war untergegangen und trieb unter Wasser mit Haaren wie wogendes Seegras.
„Und alle atmen sie, froh und gesund,
und keiner fehlt in unserem Kreis“,
sprach er leise vor sich hin. Malin blickte schräg über den Tisch zu ihm hinüber. „Was murmelst du da vor dich hin, Papa?“ „Ach, nichts“, sagte Melcher.
Erst als Malin sich wieder Björn zuwandte, sprach er leise die Fortsetzung:
„Der Tag geht zur Neige, das Feuer verglimmt,
bald ist es erloschen.
Schnell ist sie vorüber, die glückliche Zeit,
da keiner fehlt in unserem Kreis.“
(Astrid Lindgren, Ferien auf Saltkrokan)
Schön, wahr und wichtig. (Das ganze Buch übrigens. Astrid Lindgren übrigens.)

Dunkelheit
Mutternacht
Mutter Nacht
Mutter Erde
Sterne
Mond
Funke in mir
Kerze im Fenster
langsames Steigen der Sonne

„Der Gruß meiner Liebe sei dir gebracht,
du schöne Schwester, du stille Nacht!
Sind unsre Reiche auch ewig geschieden,
mein ist die Arbeit, dein ist der Frieden
Schlingen wir doch um die Guten und Bösen
den einen Reigen und segnen die Wesen,
die auf der wundertiefen Welt
Liebe in prunkendes Leben gestellt.“
(Peterchens Mondfahrt, G. von Bassewitz – ich habe mal einen von Bassewitz getroffen und gefragt, ob er verwandt sei, daraufhin traf mich ein prüfender und unbefriedigter Blick meine Verwandtschaft betreffend und hinterher eine Entschuldigung, er habe ja nicht gewusst, wer ich sei. Seitdem bin ich fest davon überzeugt, dass er NICHT mit diesem poetischen Autor verwandt ist.)
Wo tanke ich Kraft?
Was stärkt mich?
Worauf konzentriere ich mich?
Was halte ich für möglich? (Why, sometimes I’ve believed as many as six impossible things before breakfast.)
Was nährt mich?
Was will ich?
Welche Göttin verkörpert die Kraft, die ich jetzt brauche?

Habt ihr schonmal versucht, qualifizierte Unterstützung auf die herkömmliche Art zu bekommen? HandwerkerInnen, NachhilfelehrerInnen, TherapeutInnen, ÄrztInnen, HundetrainerInnen – wenn ich überlege, wie viele hilfreiche, kompetente, authentische und souveräne ich selber oder Menschen in meinem Umfeld durch Empfehlungen (ich kann das Wort Mundpropaganda nicht leiden, klingt wie ein Synonym für Zahnarztwerbung), durch das Internet oder durch Anzeigen in irgendwelchen Fachzeitschriften gefunden habe(n) und wie viele aufgrund meines Gefühls, egal ob wir es Intuition nennen oder Entscheiden mit dem Herzen oder Bauchgefühl, dann ist völlig klar: Ich gewinne. Das merke ich mir jetzt mal gründlich und versuche nicht mehr, hektisch irgendjemanden zu finden, der bei uns irgendwas repariert. Ich bin achtsam, damit ich diejenigen nicht verpasse, die es können. Und ich halte mich zurück, damit ich nicht mit meinen Ideen die Achtsamkeit anderer irritiere.

Im schwindenden Licht
des sinkenden Jahres
taste ich nach tragfähigen Griffen
und Tritten
um weiterzuklettern
Altes und Neues trage ich zusammen
sortiere aus
was nur in rosigen Zeiten taugt
betone das
was wirklich hält.

Ich liebe viele der Hüsch-Gedichte. „Kumma hier, wie schön dat is.“ „Die Stille ist es, die zur Kunst entfacht, Geschichte macht und macht, dass wir den Schmerz von unsren Stirnen wischen.“ „Trost und Heilung für’s Gemüt und ein neuer Himmel blüht über allem Weltgeschehen, wie sich auch die Fahnen drehen, alle Tore stehen offen“…
Die Hühner zu lieben ist noch einfacher. Sie sind so brav in ihrer Voliere, die wir zum Glück haben (blöde Vogelgrippe) und legen Eier und kommen abends, sich streicheln zu lassen und erzählen gurrend und zwitschernd.
Ansonsten? Luisas Horoskop ist da, stimmt erstaunlich (oder auch nicht erstaunlich) mit dem überein, was ich empfinde. www. salamandra.de
Außerdem klopft die Rauhnachtszeit langsam an.

Aus der Sauna kommen und nackten Schatten im Mondlicht werfen auf gefrorenem Gras. Beautiful moments
restful moments
refreshing moments
important moments
powerful moments.

Moments. Everyone has „moments“. (Agatha Christie)
Eigentlich sollte ja ein Jetzt sich an das andere reihen, gelassen, achtsam oder „wie Perlen an einer Schnur“. Perlen sind aber gar nicht so was Positives, ein Fremdkörper, der stört und quält und juckt und brennt wird umhüllt und am Ende aus dem Fleisch gerissen. So sollen meine Jetzts sich bitte nicht mehr anfühlen. Ich hätte lieber Knoten in der Schnur oder aufgefädelte Nüsschen oder Steine. Federn und Muschelschalen, Blätter und Zweige. Eicheln vielleicht und Kräuter. Am Ende ist es doch meine Entscheidung, was ich auffädele. Knoten und Kräuter sind nicht einfacher als Perlen. Sie sind näher bei mir, authentischer und ohne Schmuckanspruch.
