Wind

Ein stürmischer Wind weht mir fast das Brot aus der Hand, das ich auf einem schnellen Besorgungsgang esse. Nachts hat er am Haus gerüttelt und Wolkenlücken für einen fantastischen Mond geöffnet, groß, rund, weiß und leuchtend. Morgens fuhr ich unter demselben Mond dahin, allerdings groß, rund, gelb und leuchtend und wieder in Sturmwolkenlücken. Auf dem Rückweg Silberreiher und Rehe auf den Wiesen, Graureiher im Wasser direkt am Weg.

Und alles ohne Kamera.

 

 

Rauhnachtsreise

Zur Perchtennacht haben Gabriele und ich dann doch noch ein Treffen geschafft. Schön, erholsam und ergiebig war es. (Und Gitta hab ich auch noch getroffen!)

 

 

Hallo, 2017.

Jahreskarte gezogen aus dem Margarete Petersen Tarot.

Sieben der Federn.

Passt enorm gut zu Luisas Horoskop, das als besondere und nötige Kraft der erleuchteten Zeichen „eine starke Kraft Visionen zu entwickeln, das Offensichtliche in Zweifel zu ziehen, Altbekanntes zu entlarven“nennt.

 

 

 

 

„Im übrigen bin ich voll des Dankes“,

sagte Melcher. Und wahrhaftig, das war er. Die Fröhlichkeit am Tisch nahm zu.(…)
Melcher hörte die Stimmen seiner Kinder, und deshalb war er voller Dank. Er hatte sie alle um sich, keines war untergegangen und trieb unter Wasser mit Haaren wie wogendes Seegras.

„Und alle atmen sie,  froh und gesund,
und keiner fehlt in unserem Kreis“,

sprach er leise vor sich hin. Malin blickte schräg über den Tisch zu ihm hinüber. „Was murmelst du da vor dich hin, Papa?“ „Ach, nichts“, sagte Melcher.
Erst als Malin sich wieder Björn zuwandte, sprach er leise die Fortsetzung:
„Der Tag geht zur Neige, das Feuer verglimmt,
bald ist es erloschen.
Schnell ist sie vorüber, die glückliche Zeit,
da keiner fehlt in unserem Kreis.“

(Astrid Lindgren, Ferien auf Saltkrokan)

Schön, wahr und wichtig. (Das ganze Buch übrigens. Astrid Lindgren übrigens.)

 

img_8273

 

 

Nacht.

Dunkelheit
Mutternacht
Mutter Nacht
Mutter Erde

Sterne
Mond
Funke in mir
Kerze im Fenster
langsames Steigen der Sonne

06

„Der Gruß meiner Liebe sei dir gebracht,
du schöne Schwester, du stille Nacht!
Sind unsre Reiche auch ewig geschieden,
mein ist die Arbeit, dein ist der Frieden
Schlingen wir doch um die Guten und Bösen
den einen Reigen und segnen die Wesen,
die auf der wundertiefen Welt
Liebe in prunkendes Leben gestellt.“
(Peterchens Mondfahrt, G. von Bassewitz – ich habe mal einen von Bassewitz getroffen und gefragt, ob er verwandt sei, daraufhin traf mich ein prüfender und unbefriedigter Blick meine Verwandtschaft betreffend und hinterher eine Entschuldigung, er habe ja nicht gewusst, wer ich sei. Seitdem bin ich fest davon überzeugt, dass er NICHT mit diesem poetischen Autor verwandt ist.)

 

Qualifikationen

Habt ihr schonmal versucht, qualifizierte Unterstützung auf die herkömmliche Art zu bekommen? HandwerkerInnen, NachhilfelehrerInnen, TherapeutInnen, ÄrztInnen, HundetrainerInnen – wenn ich überlege, wie viele hilfreiche, kompetente, authentische und souveräne ich selber oder Menschen in meinem Umfeld durch Empfehlungen (ich kann das Wort Mundpropaganda nicht leiden, klingt wie ein Synonym für Zahnarztwerbung), durch das Internet oder durch Anzeigen in irgendwelchen Fachzeitschriften gefunden habe(n) und wie viele aufgrund meines Gefühls, egal ob wir es Intuition nennen oder Entscheiden mit dem Herzen oder Bauchgefühl, dann ist völlig klar: Ich gewinne. Das merke ich mir jetzt mal gründlich und versuche nicht mehr, hektisch irgendjemanden zu finden, der bei uns irgendwas repariert. Ich bin achtsam, damit ich diejenigen nicht verpasse, die es können. Und ich halte mich zurück, damit ich nicht mit meinen Ideen die Achtsamkeit anderer irritiere.

IMG_0269