Wandertage

Muttertochterwandertage. Mit der Bahn nach  München gefahren (und mit nur einer Stunde Verspätung angekommen),  Luisa getroffen, über die aktuellen Trüffelpreise gestaunt, von Lenggries an der Isar  (und in der Isar, SO kalt war es gar nicht) entlang gewandert, Forellen fotografiert, Bad Tölz nach Jahren mal wiedergesehen, im Regen auf eine Alm hinaufgestapft und Kaiserschmarrn gegessen, gruselige Totenschädel mit Beschriftung in der Pfarrkirche in Lenggries gefunden, auf dem Brauneck an einem sonnigen Tag alles erwandert, was in der Zeit möglich war, mit der Bahn zurück. Es war sehr, sehr schön, wir haben lange und wunderbar geschlafen, Mühle gespielt, Yoga gemacht, gelesen, geknipst und gelacht.

Hallo, Oktober.

In der letzten Zeit hatte ich beruflich ganz viel Fahrerei und habe mir angewöhnt, Pausen zu nutzen, die entstehen, wenn die Bahnschranke unten oder die Schiffsbrücke oben ist. Motor aus, aussteigen, schauen, atmen, freuen. Mit der vielen Fahrerei reicht es jetzt auch, jetzt ist Wochenende, gleich kommt Besuch aus dem Sauerland, Montag ist Feiertag und Mittwochabend geht es auf zu ein paar Mutter-Tochter-Wandertagen.

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weil ich nicht unverschämt wirken wollte, allerdings habe ich gelacht und erklärt, dass ich das Angebot nicht annehmen möchte

In der Fußgängerzone war ein großer Aufsteller mit „Wachtürmen“ drin, drumherum standen 3 Zeugen Jehovas, und über dem großen „zum Mitnehmen“ prangte ein ebensogroßes „Sorgen und Ängste“. Das war mal ein versehentlich total ehrliches Schild.

 

Hier dafür ein Foto von heute ganz früh:

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Fundbücher

Zwei offene Bücherschränke besucht, aufgeräumt und etliches gefunden. „Menschenfrauen fliegen wieder“ habe ich zwar schon, aber das kann ich nicht stehen lassen. Und „Das Geisterhaus“ hatte vor Jahren mal ein Hund zerkaut, wie schön, dass ich es jetzt wiederhabe. Außerdem räumte ich in beiden Regalen etliche schreckliche radikalchristliche Traktate aus und in den nächsten Papierkorb, damit sich daran niemand mit Höllenangst infizieren kann.

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Ein Wunder.

Hattet ihr auch die „Oma“-Bücher von Ilse Kleberger? Wo sie mit ihren Enkeln das Wundermuseum aufmacht? Und der kleine Rolf ist der einzige, der noch kein Wunder beisteuern konnte und ist ganz traurig. Bis er auf einmal strahlend ankommt – mit einem frischgelegten Ei aus dem Hühnerstall. So habe ich mich heute zweimal gefühlt. Morgens, als ich das allererste Ei unserer jungen Hennen fand und abends, als eine Henne so besonders gackerte und ich das warme Ei einsammeln konnte. Die Menschenwelt – ein Chaos, das Ei – Vollkommenheit. Nun stehen zwei kleine zartrosa Eierchen im Kühlschrank.