Schuhe.

Eigentlich wollte ich mir neue Winterschuhe kaufen. Nachdem ich durch einige Läden gezogen bin und etliche Schuhe anprobiert habe, habe ich festgestellt, dass die, die ich haben will, eigentlich die sind, die ich schon habe. Meine bequemen, warmen Palladium Boots, die ich, weil sie eine kleine schadhafte Stelle hatten, in St. Just am Busbahnhof mit einem Pflaster geflickt habe. Dieses englische Pflaster hält nun seit 2 Jahren und ergänzt irgendwie Bequemlichkeit und Wärme noch um eine schöne Erinnerung.

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Also laufe ich mit ihnen zum See und ruhe Auge und Seele bei den Bäumen, Schwänen und Durchblicken aus. Das brauche ich.

Lieblingsplatz

Diese Weite, der Himmel und die Wiesen mit den Gänsen, die Kormorane, die weiter hinten genüßlich in der Sonne die Flügel ausbreiten, ein Wiesel, das über den Weg huscht, ein Reiher der so perfekt landet, wie Reiher eben landen, noch mehr Gänse, noch mehr Himmel. Ich atme. Ich dehne mich aus in dieser Weite. Ich schaue. Ich höre. Es ist warm in der Sonne, ich bin da. p1180485

Wandertage

Muttertochterwandertage. Mit der Bahn nach  München gefahren (und mit nur einer Stunde Verspätung angekommen),  Luisa getroffen, über die aktuellen Trüffelpreise gestaunt, von Lenggries an der Isar  (und in der Isar, SO kalt war es gar nicht) entlang gewandert, Forellen fotografiert, Bad Tölz nach Jahren mal wiedergesehen, im Regen auf eine Alm hinaufgestapft und Kaiserschmarrn gegessen, gruselige Totenschädel mit Beschriftung in der Pfarrkirche in Lenggries gefunden, auf dem Brauneck an einem sonnigen Tag alles erwandert, was in der Zeit möglich war, mit der Bahn zurück. Es war sehr, sehr schön, wir haben lange und wunderbar geschlafen, Mühle gespielt, Yoga gemacht, gelesen, geknipst und gelacht.

Hallo, Oktober.

In der letzten Zeit hatte ich beruflich ganz viel Fahrerei und habe mir angewöhnt, Pausen zu nutzen, die entstehen, wenn die Bahnschranke unten oder die Schiffsbrücke oben ist. Motor aus, aussteigen, schauen, atmen, freuen. Mit der vielen Fahrerei reicht es jetzt auch, jetzt ist Wochenende, gleich kommt Besuch aus dem Sauerland, Montag ist Feiertag und Mittwochabend geht es auf zu ein paar Mutter-Tochter-Wandertagen.

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weil ich nicht unverschämt wirken wollte, allerdings habe ich gelacht und erklärt, dass ich das Angebot nicht annehmen möchte

In der Fußgängerzone war ein großer Aufsteller mit „Wachtürmen“ drin, drumherum standen 3 Zeugen Jehovas, und über dem großen „zum Mitnehmen“ prangte ein ebensogroßes „Sorgen und Ängste“. Das war mal ein versehentlich total ehrliches Schild.

 

Hier dafür ein Foto von heute ganz früh:

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Fundbücher

Zwei offene Bücherschränke besucht, aufgeräumt und etliches gefunden. „Menschenfrauen fliegen wieder“ habe ich zwar schon, aber das kann ich nicht stehen lassen. Und „Das Geisterhaus“ hatte vor Jahren mal ein Hund zerkaut, wie schön, dass ich es jetzt wiederhabe. Außerdem räumte ich in beiden Regalen etliche schreckliche radikalchristliche Traktate aus und in den nächsten Papierkorb, damit sich daran niemand mit Höllenangst infizieren kann.

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