Wenn ich

der Empfindung nachgehe, die mich wohlig führt, finde ich Baummütter, Strände, Muscheln, Behaglichkeit, Lektüre, Haselnüsse, Katzen, Träume, räkle ich mich in der Sonne, bin ich schnell und effektiv, summe ich und singe und tanze innerlich.

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Ist etwas so Nahes eine Insel?

 

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Abendschwimmgelegenheit
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abends am „Ewigen Meer“ (Deutschlands größter Hochmoorsee)
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Trotz der Wärme – der Himmel füllt sich mit Gänsen.
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Rückweg beschert mir Hünengrab.

Wenn ich ausrutsche und einstimme in das Gemäkle der Zeit (ehrlich gesagt, ich glaube, ich bin aktuell auf Kästners „Fabian“ ausgerutscht  – kritisch näher eingehen auf das Werk mag ich grad nicht, freue mich jedoch, wenn ihr mir dazu etwas schreibt), schwillt mein osterfeuerackerfurchengeschädigter Knöchel dramatisch an. (Ich habe es mit Kühlen versucht, da wurde es deutlich schlimmer, nun habe ich ihn in eine sehr, sehr heiße Wanne gesteckt und er er entspannt sich…)

Marinekäfer

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Als meine Tochter und ich heute dem Käfer beim Losfliegen zusahen, erinnerten wir uns daran, dass sie früher meinte, sie hießen „Marinekäfer“. Heute war ein Marienkäfertag, ein Schnirkelschnecken-, Katzen- und Hühnertag, Hundetag, ein Kater entwendete geschickt ein Steak, das eigentlich auf den Grill wandern sollte, wir spielten Tischtennis, lagen in der Sonne, kochten Traubengelee, nachdem wir Trauben gepflückt hatten. Septemberwonne.

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Septembersommer

So zwischen Sommer und zwischen Herbst, wie Degenhardt es singt, liegt mein geliebter September. Dieses Jahr genieße ich jede freie Stunde lesend in der Sonne, es ist heiß, nur morgens ist der Tau kalt, wenn ich zu den Hühnern gehe, abends wird es noch in der Wärme dunkel und ich kann von der Dachterrasse aus die Sterne begrüßen. Dachterrasse, wie vornehm das klingt, dabei ist es der Bereich auf dem Flachdach des Anbaus, den wir katzensicher eingezäunt haben. Dort steht ein Liegestuhl mit Sternenblick. Gestern und heute habe ich Jane Eyre gelesen. Beim ersten Lesen vor vielen, vielen Jahren fand ich es naiv. Beim Lesen danach, vor vielen Jahren, fand ich es aufwühlend. Gestern und heute fand ich es amüsant, klug und faszinierend. Spinnen weben an jeder Ecke und zwischen allen Zweigen.

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„If it’s not broken, don’t fix it.“ war ein Satz, der gestern irgendwie bei mir hängenblieb. Und wer kann schon sagen, dass etwas wirklich kaputt ist.

Ansonsten habe ich in kürzester Zeit David Copperfield, Oliver Twist, Wuthering heights gelesen und Jane Eyre liegt schon bereit. Scheint tröstlich zu sein.

Bless the present.

Trust yourself.

Expect the best.

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Hühner

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Ich bin schon wirklich die, die barfuß zu den Hühnern geht. All die großartigen Begriffe – Schamanin, Heilerin, Diplom dies und Diplom das – sind mir zu eng. Barfuß zu den Hühnern kann jede gehen, da braucht es keine Rolle, keinen Hut und keine Grenzen. Mit tiefer Faszination lese ich wieder mal „Am Küstensaum der Zeit“ von Ute Schiran. Jedesmal steht etwas anderes darin bzw ich lese etwas anderes heraus. Heute war wichtig, mich daran zu erinnern, dass mein eigener Weg für andere weder erklär- noch erkennbar sein muss, es ist etwas Innerliches, was da passiert, die KOREspondenz mit etwas ganz anderem als dem üblichen „Außen“. Ich muss mich auch nicht mit Institutionen oder sonstwem streiten. Lauschen und Dasein.

 

Schön war’s.

Schön war’s im Wendland (Lesung und Schreibworkshop mit Luisa Francia) . Die Dynamik, die Energie, die Ideen, die Behaglichkeit, die sich in der Gruppe einstellte und sich dann im Gespräch mit Gabriele und Anna fortsetzte und weiterentwickelte. Dazu das prächtige Hochsommerwetter. (Bei der Rückfahrt quer durch Niedersachsen machte ich drei Badestops an Seen.)

 

 

 

Für alles und jedes gibt es einen Kurs.

Mir hängt es zum Hals raus. Heute habe ich eine Mail im Postfach, in der mir eine Ausbildung zur „Spirituellen Heilerin“ angeboten wird, mit einem Inhalt, dass sich mir die Ränder kräuseln. Da gibt es für lächerliche 2000 € die Garantie, von der Trancereise bis zur Auramanipulation und dem Entdecken und Lösen sämtlicher Blockaden alle Krankheitssymptome verschwinden lassen zu können. So geht es doch nicht, Leute. Erstens hat jede ihren eigenen Weg – des Lebens, des Lernens und des Heilens. Heilen heißt nicht, Hokuspokus, weg ist der Pickel. Zweitens ist dieses Überstülpen von Methoden etwas, das ich immer weniger mag, je mehr ich selber lerne und erfahre. Auch der verschulte Rahmen, in dem dieses Angebot stattfinden soll, stößt mich ab. Leute, bei und von denen ich viel gelernt habe, sind die, die in ihren Methoden, Sichtweisen, Meinungen weder dogmatisch noch starr sind. Es handelt sich nicht um ein braves Lernen bei einer guruartigen Figur sondern um Miteinanderereleben von Ursachen, Wirkungen, ein Weitergeben von Informationen, wobei jede auf ihre ganz eigene Art damit umgeht. Das ist selbstverständlich. (Natürlich kann es trotzdem sein, dass eine durch so einen Kurs und auch seine Widersprüchlichkeiten den richtigen Anstoß erhält, den für sie richtigen Anstoß. Ich gebe und besuche sowas trotzdem nicht (mehr).)

Hamsterkäufe?

Sie waren so niedlich und zahm und haben sich glaube ich auch ganz wohl gefühlt bei uns, trotzdem möchte ich keine kleinen Käfignager mehr halten und eigentlich haben wir jetzt auch genug Tiere. Daher habe ich heute nur ein bißchen Wasser und Dosenbrot gehamstert. Warum? Erstens verbraucht sich sowas eh – Wasser sowieso und Dosenbrot ist toll fürs Camping – und zweitens kann ich nun total entspannt auf die Panikhamsterberichte reagieren. Als ich schwanger war und die große Technikkatastrophe für 2000 vorhergesagt wurde, habe ich Zeug gelagert, das gar nicht schmeckt, sowas passiert uns nicht mehr. Pumpernickel, Nüsse (der Hasel ist VOLL), Mirabellen im Glas, es gibt schon auch feine haltbare Sachen.

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Wieder ist Mirabellenzeit. Weniger als letztes Jahr und süßer.