Ein Wunder.

Hattet ihr auch die „Oma“-Bücher von Ilse Kleberger? Wo sie mit ihren Enkeln das Wundermuseum aufmacht? Und der kleine Rolf ist der einzige, der noch kein Wunder beisteuern konnte und ist ganz traurig. Bis er auf einmal strahlend ankommt – mit einem frischgelegten Ei aus dem Hühnerstall. So habe ich mich heute zweimal gefühlt. Morgens, als ich das allererste Ei unserer jungen Hennen fand und abends, als eine Henne so besonders gackerte und ich das warme Ei einsammeln konnte. Die Menschenwelt – ein Chaos, das Ei – Vollkommenheit. Nun stehen zwei kleine zartrosa Eierchen im Kühlschrank.

Wenn ich

der Empfindung nachgehe, die mich wohlig führt, finde ich Baummütter, Strände, Muscheln, Behaglichkeit, Lektüre, Haselnüsse, Katzen, Träume, räkle ich mich in der Sonne, bin ich schnell und effektiv, summe ich und singe und tanze innerlich.

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Ist etwas so Nahes eine Insel?

 

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Abendschwimmgelegenheit
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abends am „Ewigen Meer“ (Deutschlands größter Hochmoorsee)
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Trotz der Wärme – der Himmel füllt sich mit Gänsen.
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Rückweg beschert mir Hünengrab.

Wenn ich ausrutsche und einstimme in das Gemäkle der Zeit (ehrlich gesagt, ich glaube, ich bin aktuell auf Kästners „Fabian“ ausgerutscht  – kritisch näher eingehen auf das Werk mag ich grad nicht, freue mich jedoch, wenn ihr mir dazu etwas schreibt), schwillt mein osterfeuerackerfurchengeschädigter Knöchel dramatisch an. (Ich habe es mit Kühlen versucht, da wurde es deutlich schlimmer, nun habe ich ihn in eine sehr, sehr heiße Wanne gesteckt und er er entspannt sich…)

Marinekäfer

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Als meine Tochter und ich heute dem Käfer beim Losfliegen zusahen, erinnerten wir uns daran, dass sie früher meinte, sie hießen „Marinekäfer“. Heute war ein Marienkäfertag, ein Schnirkelschnecken-, Katzen- und Hühnertag, Hundetag, ein Kater entwendete geschickt ein Steak, das eigentlich auf den Grill wandern sollte, wir spielten Tischtennis, lagen in der Sonne, kochten Traubengelee, nachdem wir Trauben gepflückt hatten. Septemberwonne.

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Septembersommer

So zwischen Sommer und zwischen Herbst, wie Degenhardt es singt, liegt mein geliebter September. Dieses Jahr genieße ich jede freie Stunde lesend in der Sonne, es ist heiß, nur morgens ist der Tau kalt, wenn ich zu den Hühnern gehe, abends wird es noch in der Wärme dunkel und ich kann von der Dachterrasse aus die Sterne begrüßen. Dachterrasse, wie vornehm das klingt, dabei ist es der Bereich auf dem Flachdach des Anbaus, den wir katzensicher eingezäunt haben. Dort steht ein Liegestuhl mit Sternenblick. Gestern und heute habe ich Jane Eyre gelesen. Beim ersten Lesen vor vielen, vielen Jahren fand ich es naiv. Beim Lesen danach, vor vielen Jahren, fand ich es aufwühlend. Gestern und heute fand ich es amüsant, klug und faszinierend. Spinnen weben an jeder Ecke und zwischen allen Zweigen.

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…

„If it’s not broken, don’t fix it.“ war ein Satz, der gestern irgendwie bei mir hängenblieb. Und wer kann schon sagen, dass etwas wirklich kaputt ist.

Ansonsten habe ich in kürzester Zeit David Copperfield, Oliver Twist, Wuthering heights gelesen und Jane Eyre liegt schon bereit. Scheint tröstlich zu sein.

Bless the present.

Trust yourself.

Expect the best.

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Hühner

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Ich bin schon wirklich die, die barfuß zu den Hühnern geht. All die großartigen Begriffe – Schamanin, Heilerin, Diplom dies und Diplom das – sind mir zu eng. Barfuß zu den Hühnern kann jede gehen, da braucht es keine Rolle, keinen Hut und keine Grenzen. Mit tiefer Faszination lese ich wieder mal „Am Küstensaum der Zeit“ von Ute Schiran. Jedesmal steht etwas anderes darin bzw ich lese etwas anderes heraus. Heute war wichtig, mich daran zu erinnern, dass mein eigener Weg für andere weder erklär- noch erkennbar sein muss, es ist etwas Innerliches, was da passiert, die KOREspondenz mit etwas ganz anderem als dem üblichen „Außen“. Ich muss mich auch nicht mit Institutionen oder sonstwem streiten. Lauschen und Dasein.

 

Schön war’s.

Schön war’s im Wendland (Lesung und Schreibworkshop mit Luisa Francia) . Die Dynamik, die Energie, die Ideen, die Behaglichkeit, die sich in der Gruppe einstellte und sich dann im Gespräch mit Gabriele und Anna fortsetzte und weiterentwickelte. Dazu das prächtige Hochsommerwetter. (Bei der Rückfahrt quer durch Niedersachsen machte ich drei Badestops an Seen.)