Ich bin

die, die im Gras steht und strahlt, weil sie auf einmal all die Kormorane in den Bäumen entdeckt hat. Ich liebe Kormorane. Sie zeigen sich oft, wenn ich verzagen könnte. Mit ihrer Fähigkeit, sich in allen Elementen zu bewegen, sind sie wunderbare Tierboten und erinnern mich daran, mich zwischen den Realitäten zu bewegen – wir sprachen heute Mittag noch darüber, zwischen Tisch und Tür, die Kaffeebecher in der Hand, hüpften wir wie die Wasserläufer von „Welt am Draht“ zu Huna, in die Quantenphysik und in Mikro- und Makrokosmos, ins Uni- und ins Multiversum.

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Die kleinen Freuden

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sind ganz schön groß und wichtig.

Auch hier beim Gimpel finden wir übrigens die Farben der GottMutter / Göttin, schwarz, weiß und rot. Und an seinem Beinamen „Dompfaff“ sehen wir direkt, dass die Kirche sich für die Priestergewänder (lange Kleider!) die Farben geklaut hat. So wurde den Menschen Altvertrautes mit anderem Inhalt untergejubelt. Zuvor wurde ja schon mit der Trennung in Götter und Göttinnen die ursprüngliche Religion von GottMutter vom Patriarchat verdreht, verletzt, verdrängt. Aber auch da hielten sich z.B. die Farben in den vielfältigen Aspekten, in die die Göttinnen nun zerfielen, da lässt sich noch vieles wiederfinden, zum Beispiel bei den 3 Pferden der Baba Yaga, dem schwarzen, dem weißen und dem roten. Es gibt viele Göttinnen, die ich sehr mag, schätze und zu denen ich einen guten Zugang habe. Es gibt viele Ansätze, um zum Ursprung zurückzugehen, zu begreifen. Ich kann nicht alles komplett streichen, was vom Patriarchat betroffen ist – dann müsste ich mich alleine auf einen weißen Fleck der Weltkarte setzen und wäre dann in der zweifelhaften Situation der in Zen-Geschichten so oft Erwähnung findenden alten weisen Männer, die irgendwo auf einem Berg sitzen und den Ratsuchenden kryptische Antworten geben, die ein Leben betreffen, dass sie weder führen noch wirklich kennen, alleine auf der Bergspitze lässt es sich leichter erleuchtet sein als im Mittendrin. Ich kann aber (das ist wieder ein hunanaher Ansatz) alles als Symbol, als Denkanstoß, als Erklärungsansatz, als loses Fadenende, an dem ich zuppeln kann, um das Knäuel zu entwirren, nehmen. Auch den kleinen Vogel, der göttinnenfarben im Vorgarten sitzt.

Fast 20 Jahre

und es passiert immer noch: Ich habe ein Weilchen das Haus für mich, genieße die Ruhe und strecke die Hand nach dem Telefon aus, um Mama anzurufen. Im Juli ist sie 20 Jahre tot – und ich will sie immer noch anrufen.

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Das war ca. 1980 am Hochkönig. Sie war die Frau, die alle Almen gerade hinaufstieg, Serpentinen fand sie überflüssig, und alle Berge im Umkreis wurden im Urlaub bestiegen. 

Träumen.

Ich plane ja an einem Workshop zum Thema Träume, Träumen, Traumarbeit herum. Dabei wurde mir klar, dass ich viel bewusster und klarer mit der wachen Realität umgehe, seit ich gelernt habe, in meinen Träumen bewusst zu agieren. Dass dies im Traum möglich (einfach, spielerisch und genussvoll) ist, hat diese Möglichkeit auch für den Wachzustand eröffnet. Davor hatte ich oft den Eindruck, ich sei in eine handelnde und eine beobachtende Person geteilt, suchte nach den Spielregeln, nach denen alle anderen zu spielen schienen. Ich habe Glück gehabt, dass mir diese Möglichkeit, diese Fähigkeit, so von alleine zugewachsen ist, damals gab es nämlich noch nicht an jeder Ecke Tipps und Bücher, Seminare und Videos zu allem. (War auch nicht so schlecht, im Moment ist es ein bißchen arg und unter all dem Esotrash kann es schwierig sein, die wichtigen, passenden, authentischen Sachen zu finden.)

Da lasse ich mich lieber auf die Nesseln ein, die dieses Jahr schon Ende Januar zu wachsen beginnen und singe ihnen gemeinsam mit dem Vorfrühlingswind ein Lied.

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