Auf der Post.

Ich komme zum Schalter, in der Hand 8 Briefe und drei Postkarten.

Ich: „Kann ich Ihnen die so geben?“
Er: „Sind die frankiert?“
Ich: „Nein.“
Er: „Dann nicht.“ Streckt die Hand aus, nimmt sie.
Ich: „Ich kann sie auch selber frankieren.“
Er: „Das kostet jetzt nämlich einen Euro.“
Ich hätte allmählich gerne meine Post zurück…
Er (fängt an, Briefmarken aufzukleben): „Ich mach Ihnen das mal so.“

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Sperrnächte

Ich träume mich durch die Sperrnächte (passt hervorragend, da das Thema Träume, Träumen, Arbeit mit Träumen mich sowieso gerade sehr beschäftigt) und bekomme wirklich klare Bilder geliefert, was alles losgelassen und nicht mit ins neue Jahr hinübergenommen werden sollte.

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Stade Zeit.

Die letzten Blätter tropfen von den Bäumen. Außer von den Eichen und den Hainbuchenhecken natürlich. Es ist grau und windig, die Vögel beleben den Futterplatz im Vorgarten. Ich bin bei 13 Wiederholungen der Fünf Tibeter angekommen, die tun mir sehr gut. Ansonsten bin ich nicht großartig in Aktion, häkeln, übersetzen, Spaziergänge genügen mir an Freizeitaktivitäten. Eine Weihnachtsfeier, die heute Abend stattfindet ist mir schon fast zu viel Trubel. Noch 15 Tage bis zur Sonnenwende.

Ruhen im Dunkel,
Keime Richtung Licht denken,
mehr nicht.
Bläßhühner ziehen stille Kielwassermuster
über den See.
Seltsam unverdrossen
blühen meine Vorgartenprimeln.

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Die Karte hängt an meiner Pinwand. Dort hängt auch ein Vision Board in process, das ich mir anschaue, wenn ich am Schreibtisch arbeite.

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Eine der Wohlfühlinseln: Das Buch vom Brombeerhag mit den wunderwunderschönen Bildern, ein Produkt eines Kindergeburtstages vor etlichen Jahren (Serviettentechnik im Museum) und mein liebstes Hühnerbuch.

 

Dunkel.

Dunkel und früh fällt der Abend
in frostig sonnigen Tag.
Der Ofen ist behaglich,
Mond leuchtet am Himmel,
drin die Dekosterne.
Katzen schnurren auf meiner Schreibarbeit
oder haschen nach der Häkelwolle.
Inseln des Wohlbehagens.

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(Ich denke an euch.
Was kann ein Trost sein,
wenn es so schwer ist?
Was kann aus der Ferne helfen,
mehr als nur Worte sein?
Manchmal helfen Worte,
wehen eine an, unerwartet.
In einem Krankenhaus vor 14 Jahren
blieb der Satz
„Auch durch ein Nadelöhr kann man den Himmel sehen.“
seltsam tröstlich bei mir haften,
in einem Krankenhaus vor einem Jahr
las ich
„Möge der Weg, den du gehst, mit freundlichen Worten gepflastert sein.“
Auch das mochte ich.
Also wehe ich die zwei Sätze weiter.)

 

Vorgarten

Seit schräg gegenüber die wunderbaren, alten Eichen hingemetzelt wurden (die Baumstümpfe stehen anklagend zwischen Haus und Straße), ist mir mein Vorgarten noch viel lieber, die große Kirsche mit den kleinen Früchten, die den Vögeln gehören, die Blutpflaume, der Korkenzieherhasel, Ahorn und Ginster, Zwergwacholder… Und die Vögel mögen ihn auch, den Vorgarten.

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Nahrung.

Zur Zeit habe ich ein großes Verlangen nach Walnüssen. Am Niederrhein hatte ich im Herbst viele gesammelt und sie schmeckten wunderbar. Dann habe ich welche probiert, die aus Kalifornien kommen und im Supermarkt in Tüten verkauft werden. Sie liegen jetzt in der Weihnachtsdeko, da sie nicht so schmecken als seien sie zum Essen gedacht. Auf dem Wochenmarkt kaufte ich Walnüsse aus Frankreich (sehr teuer), die sind fantastisch. Ein Vollkornbrot mit diesen Nüssen dazu ist eine wunderbare Mahlzeit. Dagegen gehen die Bio-Walnüsse aus dem Supermarkt gerade mal eben so als Notlösung.

Bei Haselnüssen ist es ähnlich, die gesammelten gehen zur Neige und nur die vom Markt können sie ersetzen. Übrigens lassen sie sich draußen mit einem Stein besser knacken als mit einem Nussknacker.

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Getrocknete Aprikosen (mit ein paar bitteren Kernen dazu) mag ich auch gerade sehr gern. Warum im Supermarkt allerdings 6 verschiedene Sorten geschwefelte Aprikosen angeboten werden und (sehr gut versteckt) nur eine ungeschwefelte, ist mir ein Rätsel.