Die längste Nacht.

‘When the days are the shortest, the nights are the coldest,
The frost is the sharpest, the year is the oldest,
The sun is the weakest, the wind is the hardest,
The snow is the deepest, the skies are the darkest,
Then polish your whiskers and tidy your nest,
And dress in your richest and finest and best
For winter has brought you the worst it can bring,
and now it will give you the promise of Spring!’
(The secret Staircase (Brambly Hedge), Jill Barklem)

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Bild im Buch der unvergessenen Jill Barklem geknipst

..es ist Advent.

So besinnlich wie in dem köstlichen Gedicht von Loriot (ihr wisst schon: „Hier, diese Päckchen, heil’ger Mann, s’ist alles, was ich geben kann“) geht es auch auf den Straßen  zu. Heute bin ich in einer Stunde dreimal fast auf einem Zebrastreifen und einmal fast (fast heißt: ich musste zurückspringen) beim Überqueren der Straße, als die Fußgängerampel grün zeigte, überfahren worden. Wie viel Getöse gemacht wird, um die große Stille zu übertönen, die natürlicherweise gerade über allem liegt, wie viel Blingbling-Beleuchtung schrillt, um die Dunkelheit vergessen zu machen, was natürlich nicht gelingt. Dunkelheit ist immer da, ist groß, umhüllt uns alle schon längst. Und Stille füllt jede Lücke zwischen den Geräuschen. Zum Glück.

Ilex

Luft

Heute ist eine besondere Luft.
Was von drinnen betrachtet trüb aussieht,
entpuppt sich draußen als
außergewöhnliche Stimmung.
Alles duftet und leuchtet
wie von innen heraus
und ist trotz Windstille wie bewegt.
Die Hühner unterhalten sich mit der Hollerin,
Ringeltauben über dem Feld.

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Auf der Post.

Ich komme zum Schalter, in der Hand 8 Briefe und drei Postkarten.

Ich: „Kann ich Ihnen die so geben?“
Er: „Sind die frankiert?“
Ich: „Nein.“
Er: „Dann nicht.“ Streckt die Hand aus, nimmt sie.
Ich: „Ich kann sie auch selber frankieren.“
Er: „Das kostet jetzt nämlich einen Euro.“
Ich hätte allmählich gerne meine Post zurück…
Er (fängt an, Briefmarken aufzukleben): „Ich mach Ihnen das mal so.“

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Sperrnächte

Ich träume mich durch die Sperrnächte (passt hervorragend, da das Thema Träume, Träumen, Arbeit mit Träumen mich sowieso gerade sehr beschäftigt) und bekomme wirklich klare Bilder geliefert, was alles losgelassen und nicht mit ins neue Jahr hinübergenommen werden sollte.

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Stade Zeit.

Die letzten Blätter tropfen von den Bäumen. Außer von den Eichen und den Hainbuchenhecken natürlich. Es ist grau und windig, die Vögel beleben den Futterplatz im Vorgarten. Ich bin bei 13 Wiederholungen der Fünf Tibeter angekommen, die tun mir sehr gut. Ansonsten bin ich nicht großartig in Aktion, häkeln, übersetzen, Spaziergänge genügen mir an Freizeitaktivitäten. Eine Weihnachtsfeier, die heute Abend stattfindet ist mir schon fast zu viel Trubel. Noch 15 Tage bis zur Sonnenwende.

Ruhen im Dunkel,
Keime Richtung Licht denken,
mehr nicht.
Bläßhühner ziehen stille Kielwassermuster
über den See.
Seltsam unverdrossen
blühen meine Vorgartenprimeln.

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’slebe isch koi schlotzr

Die Karte hängt an meiner Pinwand. Dort hängt auch ein Vision Board in process, das ich mir anschaue, wenn ich am Schreibtisch arbeite.

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Eine der Wohlfühlinseln: Das Buch vom Brombeerhag mit den wunderwunderschönen Bildern, ein Produkt eines Kindergeburtstages vor etlichen Jahren (Serviettentechnik im Museum) und mein liebstes Hühnerbuch.