Ach.

Ist euch schonmal aufgefallen, dass in der letzten Zeit nicht nur schlecht gereimte Männer im Radio singen, sondern dass auch die Buchläden voll sind von Büchern, in denen Männer ganz „wissenschaftlich“ darlegen, dass Bäume kommunizieren, dass Tiere Gefühle haben und uns Menschen ganz ähnlich sind usw.? Was ist das? Wollen sie unbedingt noch auf einen Zug aufspringen, der seit Jahrtausenden rollt? Wer kauft das? (Andererseits: Wenn es ein paar Leute, die es bisher noch nicht wussten, überzeugt, ist es ja auch gut…)

3 Dinge, die ich mag:

Schaukeln

Sonnen

Lesen

Bei Tier und Pflanze sein

Im See Schwimmen

 

Ok, waren fünf 🙂

1237302_597389486966561_1247876132_o
Jetzt sind es 6.

Storch

Ich habe einen Storch gesehen, heute Morgen. Und neulich einen Fischreiher, der etwas sehr Großes Zappeliges schluckte, während drei Krähen erwartungsvoll drumherumstanden.

Und ich war beim Frisör, wo ich den hoffnungsvoll begonnenen Smalltalk „Heute Abend auch Fußball?“ mit einem ehrlichen und wirklich unschuldigen „Eher nicht“ in erschrockenes Schlucken verwandelte. Tut mir leid, ich wusste nicht mal, dass heute ein wichtiges Spiel ist. Die Haare sind trotzdem schön geworden.

 

Fokuspokus

Die Welt betrachten. Kann sein, in ein Jammertal zu schauen, in eine apokalyptische Kriegsvision, in ein Land der Blöden. Kann auch sein das Paradies des eigenen Gartens, die Stille der Steinsetzungen, der Duft der letzten Holunderblüten, der tiefe Frieden des versunkenen Lesens, die Klaviermusik, die ständig unser Haus füllt. Aus dem Kosmos die Erde anschauen und umarmen, mit Liebe anstrahlen aus der herzeigenen Sonne hilft mir, mich nicht in Kämpfen und Grübeleien zu verlieren, handlungsfähig zu bleiben. Manchmal vergesse ich es. Dann könnte ich mich über mich selbst ärgern. Ich kann aber auch ein Buchorakel machen und finde dabei: „Ich bitte Sie, dieses Missgeschick wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen.“

13394156_1075590022479836_1145136353902622123_n

 

die schöne alte Stadt

In Rottenburg summe ich immer das Lied von Degenhardt vor mich hin, von der schönen alten Stadt. „Mit Giebeln, Erkern, Fachwerk, Fachwerk, weiße Nonnen, schwarzer Kaplan, gotische Marktfraun und am Brunnen Tauben, Schüler und Bettelmann.“

13432376_1075587049146800_1375047375884008043_n

Nachts läuteten die Kirchenglocken mich wach, der Blick auf den Neckar ist immer zauberhaft, das Treffen war ein besonders schönes. Und ich komme leichten Herzens wieder nach Hause, ins flache Möwenland.

Junispaziergang

Catch the wind, catch the sun, catch the summer.

Ich verbinde das Nette mit dem Schönen und erkunde zwischen zwei Dienstreisenarbeitstagen außerhalb die Gegend. Der Kuckuck ruft, die Singvögel singen, Amseln und Drosseln ziehen unentwegt Würmer aus den Wiesen, und die Möwen beugen sich fliegend mit hungrigen Gesichtern über das fischreiche Wasser.

Sommer

Wie wunderbar heiß es ist! Der Garten blüht, duftet und will regelmäßig gegossen werden. Im Gemüsebeet wächst mehr Topinambur als erwartet, der erste Salat ist aufgegessen, ich sitze auf der Holzterrasse und studiere eine Nordfrankreichkarte. Der nächste Punkt wird die Übung sein, das PopUp Zelt wieder kleinmachen zu üben.

2015-06-12 12.59.43-1

Wald und See

Am Samstag hatte ich Wald und See (schaut mal „Seminarhaus Lichtblick“ – wunderschön!) und habe bei meinen Spaziergängen so viele gegabelte Bäume gesehen wie noch nie. Als das am Sonntag ganzwoanders weiterging, mit den Gabelbäumen, tauchte in mir in der Meditation der Satz auf: Eine kann auch zwei Kronen tragen.