Ike – The world is what you think it is.
Eine Woche mit den HUNA-Prinzipien, um mal wieder in Bewegung zu kommen, wenn auch langsam und bedächtig.
Was denke ich, wie die Welt ist? Und kann ich auch mit dem Gegenteil einverstanden sein?

Ike – The world is what you think it is.
Eine Woche mit den HUNA-Prinzipien, um mal wieder in Bewegung zu kommen, wenn auch langsam und bedächtig.
Was denke ich, wie die Welt ist? Und kann ich auch mit dem Gegenteil einverstanden sein?

Kalter Regen fällt auf die Hunde und mich,
die letzten Tomaten platzen auf und schimmeln,
frühe Dunkelheit zieht Abende in die Länge.
Noch läuft die Heizung nicht richtig,
ich trinke Cistustee.

Ich lese James Krüss,
Helgoland, denke Hamburg,
Stadt im Februar.

Beim Räumen und Stöbern gerate ich wieder einmal in den Bann von „Das Haus der Krokodile“ – das schmale Taschenbuch stammt aus einer Zeit, als noch nicht aus jeder erfolgreichen Geschichte eine Serie gemacht wurde.
Da konnte noch ein Buch uns fesseln und jahrelang begleiten. Sogar die Verfilmung (Serie) ist gut gelungen – die Neuverfilmung müht sich so um Korrektheit, dass sie völlig am Ziel vorbeigeht.
Das Buch und die alte Serie haben erstens Originalität, zweitens Einsicht in das Gemüt von Menschen verschiedensten Alters, drittens Wissen um die Verflechtung von Fantasie und Realität, viertens das kindliche Gespür für das Böse in den Erwachsenen, fünftens starke Figuren, davon etliche Mädchen und Frauen, sechstens realistische auch schwache oder böse Charaktere, siebtens die wunderbar fass- und fühlbare Beschreibung nicht nur der düsteren und tragischen Geschichte der Cäcilie sondern auch des Lebens zwischen Haus und Draußen, Schule und Ferien, Familie und Eigenständigkeit, der widerlichen und wie selbstverständlichen Übergriffigkeit gegenüber Kindern in allen möglichen Bereichen.

Die Zeichnungen im Buch sind so skurril und einprägsam, die Formulierungen so gelungen, dass ich merke, ich kenne das ganze Buch immer noch fast auswendig und kann die Bilder jederzeit abrufen.

In den Steinen atmet die Zeit
noch ruhiger als in den Bäumen
ich lehne mich an
und fühle die eigene Flüchtigkeit
und doch das Ahngebundensein
an die langsame, ruhige Zeit,
an das Atmen der Welt.

Jetzt habe ich die fehlenden 3 Bände der Geschichten der 101 Tage von James Krüss ausfindig gemacht und bestellt. Das hier sind sie alle in der richtigen Reihenfolge, sie spielen über einen Zeitraum von über 40 Jahren hinweg.
Sommer auf den Hummerklippen
Gäste auf den Hummerklippen
Mein Urgroßvater und ich
Mein Urgroßvater, die Helden und ich
In Tante Julies Haus
Sturm um Tante Julies Haus
Timm Thaler
Nele
Freunde von den Hummerklippen
Paquito
Timm Thalers Puppen
Der Leuchtturm auf den Hummerklippen
Die glücklichen Inseln hinter dem Winde
Signal Molly
Amadito
Weihnachten auf den Hummerklippen
Abschied von den Hummerklippen
Ich lese immer noch James Krüss
und träum mich auf die Hummerklippen,
nach Gran Canaria
und sehne mich nach einer Runde,
in der Geschichten erzählt werden.

Wie schnell es auf einmal geht, die grünen Blüten der Fetten Henne, die anzeigen, wenn der Hochsommer vorbei ist, leuchten allerorten dunkelrosa. Die kleinen Kreuzspinnen sind groß genug, um alles einzuspinnen. Morgens ist der Tau im Gras eiskalt.
Hier mal ein sehr guter, sachlicher Artikel, der ohne Beschimpfungen und Pauschalurteile auskommt und zum Appetitmachen zuvor ein Zitat daraus:
„Es gibt derzeit keine zweite Welle. Nicht ein Mehr an Sterbefällen, nicht ein Mehr an Hospitalisationen, nicht ein Mehr an schweren Verläufen. Doch das sind die relevanten Zahlen, wenn man die Gefährlichkeit einer Epidemie ehrlich bewerten und staatliche Zwangsmassnahmen darauf stützen will. Die Zahl, die jedoch als Schreckgespenst herumgereicht wird, ist die Zahl der Neuinfektionen, also der registrierten Fälle, mögen diese auch völlig glimpflich verlaufen. Damit wird das Virus mathematisch präsenter und gefährlicher gemacht, als es ist. Mit einer abstrakten Gefahrenprognose, die sich auf einen grossen Konjunktiv stützt, darf man jedoch keine Freiheitsrechte beschneiden. Sonst müsste man den Strassenverkehr, fettreiche Ernährung und das Leben selbst verbieten.“
https://www.nzz.ch/meinung/kollabierte-kommunikation-was-wenn-am-ende-die-covidioten-recht-haben-ld.1574096?mktcid=smsh&mktcval=Facebook&fbclid=IwAR0EgZCY0zVpxqtFnHpuzlBD6ctN3pJPS2fGtcl5jYwZj55Q23KJB7BAckQ