Wippe.

Noch ist es keine Waage.

Auf der einen Seite sitzt das Patriarchat
mit all seinen Perversitäten.

Auf der anderen Seite wippen wir,
noch sind wir weniger,
aber wir haben mehr Schwung,
mehr Interesse,
mehr Fantasie
und weniger Angst.
Wir geben Impulse

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wir treffen uns

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wir arbeiten

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wir orakeln

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wir sind mächtig.

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Die letzten Äpfel
an den Novemberzweigen
nicht geerntet
nicht gepflückt
verfehlte Ziele
verpasste Chancen auf Ein-Gemachtes
für die Goldmaries
fallen den Pechmaries vor die Füße und Schnäbel
vollendet
wenn die Zeit da ist
ins laubbedeckte müde Gras
Winternahrung
nichts mürber nichts süßer als sie.

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Kalt.

Der Wind springt mir in den Kragen
und beißt mich in den Hals,
vor dem Grau in Grau in Grau
leuchten die welken Kastanien- und Ahornblätter am Boden,
die Nadeln des kleinen Mammutbaums auch,
die letzten Birkenblätter,
früh fällt Dunkelheit in den Tag
und zieht die Stunden in die Länge.

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Kurze Tage
frühe Nacht
manchmal denke ich,
das sollte anders sein
und dann wieder,
viel öfter,
halte ich inne
und die Novemberfarben
die Luft
aus Winteranhauch
fallendem und moderndem Laub
das Vergehen
das Drehen des Rades
der Spirale
entzücken mich
und alles ist wie es ist wie es ist.
Und abends
genieße ich dann halt
noch einen Spaziergang in der Dunkelheit,
den Sessel unter der Lampe
und ein Wiederlesen
alter Lieblingsbücher.

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Wenn.

Wenn die Zeit des Wurzelgebens vorüber ist,

kann eine noch den Raum halten

und den großen Kindern Wurzel sein.

Wenn die Zeit des Flügelgebens vorüber ist,

kann eine noch ums Fliegen wissen

und den großen Kindern Flüge zutrauen.

Wenn die Zeit des Stillens vorüber ist,

kann eine noch Stille leben

und den großen Kindern Platz geben

für Schweigen und Worte

für Gemeinsamkeit.

Das. kann. eine. Mutter.

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So.

Nun ist der hinterherbummelnde Seelenanteil auch wieder hier angekommen. Es war etwas stressig, weil ich fast jeden Tag mit 1 – 2 Katern zur Tierärztin musste (einmal Abszess, einmal eine Verätzung an der Zunge – da hat wohl ein Nachbar mit etwas Giftigem herumgespritzt). Die blasser werdenden Novemberfarben sind so schön, es hat jetzt reichlich geregnet und soll am Wochenende wieder sonnig sein, dann will ich spazierengehen.

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Bloglahm.

Es hatte viel geregnet, es ist einiges zu tun, ich war melancholisch, weiß auch immer nicht, will ich oder will ich nicht die Weltlage kommentieren… Nun steht eine Reise an. Wenn es klappt und ich mag, blogge ich von unterwegs.

Heute war ein zauberhafter Oktobermorgen. Auf dem Weg zu einem Termin trat ich ein paar Schritte zur Seite und genoss die Luft, die Farben, das Licht.

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Oktober.

Die Schwelle in den Herbst
ist überschritten,
der erste Nachtfrost lag auf Gras
und Autoscheiben,
auf den Feldern treffen sich die Seidenreiher,
und Gänse fliegen, harmonische Keile am Himmel.
Es regnet viel,
ich bin noch nicht ganz fertig
mit dem Sommerabschied
und wünsche mir lange Spaziergänge
mit guten Gesprächen.

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