Interessant:

Nach einem Tag Smartphonekarenz greife ich nicht mehr danach, habe viel gelesen, mit Genuß einen Film gesehen, geschrieben und ein Sonderheft der „Flow“ durchgearbeitet, ohne mich irgendwie ablenken zu lassen – außer durch die Katzen beim Spielen, der Minikater ist in Hochform und durch ein Huhn, das im Busch übernachten wollte und herausgeholt werden musste. Wenn dann übermorgen das neue gebrauchte Handy ankommt, werde ich mir genau überlegen, wie(viel) ich es nutzen werde.

(„Schweigend Spinnen, Magie der Stille“ wäre doch auch ein schönes Thema für ein Wochendende oder so, „Ohne Handy, ohne E-Mail, ohne Uhr“ hatte ich vor Jahren schon mal als Arbeitstitel.)

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So was…

Um mich noch besser auf andere Dinge konzentrieren zu können, verzichte ich in den nächsten Tagen aufs Smartphone. Etwas unfreiwillig allerdings, da es heute Vormittag auf einmal aus- und nicht wieder anging. Also liege ich lesend unter dem aufs Dachfenster prasselnden Landregen. Letzte Nacht träumte ich von vielen, wild verstreuten, sehr hübschen bunten Wollsocken.

 

Ceterum censeo…

Ich sitze mit Papier und Kolbenfüller am Schreibtisch und notiere mir Blog- und sonstige Adressen im Internet, die ich wichtig finde und an die ich denken möchte, wenn ich es dann endlich irgendwann geschafft habe, Facebook, wenn auch nicht zu zerschlagen, so doch zu verlassen. Unglaublich, was für eine Adhäsionskraft das hat. Von den schönsten (oder mir liebsten) Fotos habe ich Papierabzüge bestellt. (Eigentlich sind ja alle noch sonstwo in Ordnern, Fotobüchern, auf Sticks, es ist einfach eine gute Gelegenheit, mal wieder anfassbare Fotos zu bekommen.)

Wechsel-, Wandel-, WeberInnenzeit.

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Jahreskreis

Der Jahreskreis liegt eingebettet in der Spirale der Zeit. Heute habe ich ein Feuer gemacht zur Tag- und Nachtgleiche. Das Laub ist kaum vom Herbst gestreift, die Rosen blühen noch, und doch wird es früh dunkel, die Luft riecht anders, und ich be-denke, was seit der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche alles so gewesen ist.

Sicherheit ohne Hoffnung,

Wagnis trotz der Wunden gescheiterter Versuche,

laut sein und leise,

rufen, was eine braucht,

singend den Weg des Regenbogens gehen.

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Ein Tag im Mixer.

Es war turbulent, mit vielen unerwarteten Gegebenheiten, teilweise auch „stressig“, dazu stürzte das Wetter von einem strahlend duftenden Septembermorgen in einen kalten nassen Nachmittag und Abend, dem ich dann mit Badewanne und Ofenfeuer begegnete. In all den Turbulenzen entwickeln sich (und da segne ich die Technik) so gute und tiefe Gespräche, das Antippen und Entwirren patriarchaler Verstrickungen, hier, in Süddeutschland, in Frankreich, in der Schweiz, es wird ein Netz, wir weben es.

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Ein 6 Jahre altes Foto aus Cornwall – es fiel mir ein, als ich über spiralförmige Rituale statt patriarchal-punktuellen nachdachte.

Kommentare

Auf Facebook fällt mir in der letzten Zeit auf, dass die verächtlichen, respektlosen, gemeinen (und dummen) Kommentare sich auf diese Themen konzentrieren:

Greta Thunberg, Veganer, Homöopathie, Frauenrechte, Geflüchtete

Da scheint es eine Gruppe von Menschen (meist männlich) zu geben, die sich von all diesen Themen regelrecht bedroht fühlen und (oft unter ihrem richtigen Namen) hasserfüllt dagegen polemisieren und das in einer Sprache, dass es mindestens ein Fall für Schiedsleute wäre, wenn sie so mit ihren NachbarInnen umgingen.

Wahrscheinlich wäre es vernünftig, Facebook ganz den Rücken zu kehren, ich habe nur noch keine Alternative für die positiven Aspekte gefunden.

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Zeit für das Überschreiten einer Schwelle