September

Die Alleen sind grün,

in denen der erste Herbststurm spielt.

Die Astern blühn

auf die mein Gartenblick zielt.

Die neue kleine Katze ist zart und schön und keck

und vor dem ganzen Leben

da gibt es kein Versteck.

Da hilft ein Katzenschnurren

da helfen Blume,

Baum,

da hilft’s, auch mal zu knurren,

vom frischen Brot die Krume,

ein gut geträumter Traum.

Vision Board
Vision Board oder auch: Magische Karte

 

 

 

„Maybe this is why I’m here on earth And maybe not“

Ich kann im Auto, in dem Auto, nicht einfach ein Ladidah hören. Entweder genieße ich den Luxus der sich anbietenden Radioprogramme (selten) oder ich höre ein sehr gutes Hörbuch (gerade mit Begeisterung die Rico, Oskar Bände – Kinderbücher, die auch allen Erwachsenen gut tun) oder (meistens) läuft die CD, die drin war, als ich das erste Mal mit ihm gefahren bin. Joan Baez haben wir beide geliebt, dieses Album kannte ich noch nicht und es bewegt mich immer wieder. Und jedesmal ist es wieder heiß und Juni und ich fahre von Ettenheim nach Schwetzingen mit Badestop in Baden Baden.

 

Mein Lieblingslied dieser CD:

Na, das war mal schön gestippt.

Eine Fahrt quer durch Niedersachsen, Ankunft in einer entzückenden Ferienwohnung bei schönstem Wetter. Lesen auf dem Balkon, Spaziergang mit Tochter unter Milan zwischen lauter Schmetterlingen, Anna begrüßen, noch ein Spaziergang, zusammen zu Luisas Lesung gehen, danach noch in der Küche Chips essen und über Bücher reden. Am nächsten Tag der Workshop. Wetterglück. Und heute noch eine entspannt getingelte Rückfahrt.

Stippvisite

Kommt von Einstippen. Einstippen in Getränke mag ich gar nicht. In Suppe meinetwegen. Und nun stippe ich mich dieses Jahr dauernd irgendwo ein. Ich packe nie ganz aus und bin nie richtig weg. Morgen geht es für 3 Tage ins Wendland. Und dann werde ich mir die Routen, die Flüge und das Wetter ansehen und mir noch eine Meinzeit aussuchen. Ich merke, dass ein Teil von mir immer noch auf der Terrasse in Oggebbio sitzt, vom ersten Kaffee bis zum Fledermausbeobachten in der ersten Dunkelheit. Warme Fliesen unter mir, warme Luft um mich. Bin ich vielleicht doch zu weit in den Norden gezogen? (Andererseits könnte ich mir auch Kanada, die Tundra, die Schären, Schottland vorstellen. Vorstellen war noch nie mein Problem.)

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Katzen helfen mir, das IST zu lieben. Mark Easterbrook ist eins dieser Helferwesen.

Bahn.

Die Bahn hat beim Untertunneln eines Tunnels einen Riesenschaden an- und die Nord- Südverbindung hingerichtet. Mein Vater kommt heute zurück und muss (danke!) zum Glück nicht in das Gewühl des Schienenersatzverkehrs sondern wird bis Karlsruhe gebracht. Durchfahren kann er trotzdem nicht, hat in Köln aber viel Zeit zum Umsteigen.

Wir sind also bahnmäßig vom Süden abgeschnitten. Zum Glück ist das Wohnmobil betriebsbereit und kann als Alternative genommen werden. Ich bin es jetzt zum ersten Mal gefahren und bin begeistert. Gar nicht so lastwagig wie ich angenommen hatte.

 

Orte.

Die Bindung ist da zum Ort, in dem ich aufgewachsen bin. Nach der „sentimental journey“ letztes Jahr bin ich in den letzten Tagen einfach meinem Wohlgefühl nachgegangen und -gefahren und bin an den Stellen gelandet, wo ich mit meiner Mutter gewandert bin, zur Schule lief, barfuß ging, … Ich habe die Plätze besucht, nicht die Menschen. Es war Erden, Ausruhen, Gehen – stundenlang alleine im Wald, über mir ein Schwarzstorch, es riecht nach Pilzen, ich denke nicht, das leise Knirschen meiner Wanderschuhe auf dem Weg ist das einzige Geräusch. Manchmal fühlt es sich an, als ginge mein jetziges und mein damaliges Ich hier entlang. Keine Auszeit, eine Inzeit. In mir, im Wald, in Erinnerungen, im Sauerland.